Besorgniserregende Gewohnheiten bei der PasswortspeicherungMehrheit der Nutzer vertraut Zugangsdaten Webbrowsern an
7. Juli 2026
Eine aktuelle Studie von NordPass zu den Gewohnheiten bei der Passwortspeicherung zeigt ein besorgniserregendes Bild: Die Mehrheit der Nutzer vertraut ihre Zugangsdaten Webbrowsern an. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da im Browser gespeicherte Anmeldedaten direkt an das Hauptkonto des Nutzers gekoppelt sind.
Sobald Angreifer diese zentrale Hürde überwinden, erhalten sie Zugriff auf sämtliche hinterlegten Konten – ein „Jackpot“ für Cyber-Kriminelle. Besonders gefährdet sind Personen, die Passwörter mehrfach verwenden, da Hacker den Hauptzugang oft über Datenlecks auf anderen Plattformen ermitteln können.
Übermäßiges Vertrauen in das eigene Gedächtnis: In Deutschland verlassen sich 22 Prozent der Nutzer ausschließlich auf ihr Erinnerungsvermögen. Dies führt häufig zur riskanten Wiederverwendung identischer oder leicht abgewandelter Passwörter. Weitere 33 Prozent speichern ihre Zugangsdaten lediglich im Browser.
Dabei gibt es länderspezifische Unterschiede: Während Spanien bei der Nutzung dedizierter Passwort-Manager (19 Prozent) führt, verlassen sich in Italien fast die Hälfte der Nutzer (48 Prozent) vorrangig auf Browser-Speicherung. Die Entscheidung für den Browser erfolgt meist unbewusst zugunsten der Bequemlichkeit, ohne die Sicherheitsfolgen zu berücksichtigen. (rhh)