Avast-Studie: Hunderttausende IoT-Geräte sind unsicher

27. Juli 2017

In Deutschland hat Avast mehr als 820.000 Netzwerke überprüft. Von den fast drei Millionen darin registrierten IoT-Geräten, sind über 175.500 Geräte unsicher. Außerdem weisen fast 140.000 Router (knapp 17 Prozent), mehr als 8.000 Drucker (5 Prozent) und über 1.000 Webcams (13 Prozent) Schwachstellen auf. In Österreich wurden mehr als 80.000 Netzwerke gescannt. Von den über 280.000 darin enthaltenen IoT-Geräten sind mehr als 31.000 Geräte unsicher. Zudem weisen 33 Prozent der gescannten Router (26.500), fast 10 Prozent der Webcams (125) und rund 5 Prozent der Drucker (950) Schwachstellen auf. Und in der Schweiz wurden im Rahmen der Studie 90.000 Netzwerke überprüft. Von insgesamt mehr als 350.000 registrierten IoT-Geräten weisen dort rund 42.000 Geräte Schwachstellen auf. In der Schweiz sind fast 40 Prozent der Router (36.000), 8 Prozent der Drucker (fast 2.000) und 6 Prozent der gescannten Webcams (134) ungeschützt.

Bereits ein einziges ungeschütztes Gerät reicht aus, damit sich Cyberkriminelle Zugang dazu verschaffen, dieses infizieren und es in ein gewaltiges Botnet verwandeln können. Mit diesem Netzwerk aus infizierten Geräten können Hacker Fernbefehle durchführen. Da die Bots unauffällig im Hintergrund agieren, merken die Besitzer meist nichts davon. Ungeschützte IoT-Webcams ermöglichen es den Cyberkriminellen zudem, die Nutzer privat zu beobachten und die Videos sogar per Live-Übertragung online zu streamen. Deswegen ist die Anzahl tausender unsicherer Geräte in Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders alarmierend. Hersteller von intelligenten Geräten sammeln und speichern auch private Daten ihrer Nutzer, inklusive Verhaltensdaten, Kontaktinformationen und Kreditkartendetails. Wenn Cyberkriminelle solche Daten abfangen, stellt das ein großes Risiko dar.

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Es ist für jeden – und natürlich für Cyberkriminelle – ein Leichtes, IP-Adressen und Schnittstellen zu scannen und herauszufinden, welches Gerät über welche IP-Adresse erreichbar ist. Mit ein paar zusätzlichen Bemühungen und weiterem Know-how können Hacker auch den Geräte-Typ (Webcam, Drucker, Wasserkocher, Kühlschrank, usw.), die Marke, das Modell und die darauf installierte Software-Version herausfinden. Anschließend können sie diese Daten mit öffentlich verfügbaren Listen von ungeschützten Geräten abgleichen, um herauszufinden, welche Geräte unsicher sind.
Um mit dem Internet verbundene Geräte gegen ungewollte Attacken zu schützen, müssen Nutzer ihren Beitrag dazu leisten, die Online-Welt zu einem sichereren Ort zu machen. Dies können sie tun, indem sie ihre Software stets auf dem aktuellen Stand halten und starke, komplexe Passwörter verwenden. Avast hilft Nutzern zusätzlich bei der Sicherheit ihrer IoT-Geräte:

–    Wi-Fi Inspektor ist Bestandteil der Versionen Avast 2017 Free und Premium, die zum Download unter www.avast.com bereitstehen. Die Funktion scannt das Heimnetzwerk auf ungeschützte Geräte und hilft den Nutzern mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen dabei, Sicherheitsprobleme zu beheben.
–    Avast bietet für Router-Hersteller zudem eine Sicherheitsplattform an, die sich auf dem Router befindet und diesen intelligent macht. Dadurch kann er sich selbst und alle mit ihm verbundenen Geräte schützen. Die Idee hinter dem Konzept war, dass der Router für ein Smart Home ein zusätzliches Sicherheitsnetz schafft und auch als Verbindungsstelle zwischen IoT-Geräten dient.

Avast hat in den USA einen Partner, mit dem die Router-Plattform entwickelt wurde. Der neue Router ALLY von Amped Wireless, der Anfang des Jahres den CES Innovation Award gewonnen hat, bietet seinen Nutzern durch eine einfache mobile App eine zusätzliche Schutzebene sowie Kontrollmöglichkeiten für Eltern und Inhaltsfilter für IoT-Geräte. (rhh)

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