Digitale Transformation leicht gemachtDie vier Wege der digitalen Evolution

4. Februar 2019

Der technologische Fortschritt des digitalen Ökosystems in einem Unternehmen ist nicht aufzuhalten, daher ist eine passende Reaktion gefragt: die Digitalisierung des eigenen Betriebs. Nur so kann eine Organisation flexibel bleiben, wenn sie sich an veränderte Kundenbedürfnisse anpassen und die Rentabilität beibehalten will.

Kosten und Nutzen müssen sich auch bei der digitalen Transformation die Waage halten. Unternehmen sollten darauf verzichten, aus reinem Aktionismus eine neue IT-Infrastruktur aufzubauen, sondern ihre Bestandstechnologien modernisieren – und wann immer möglich direkt von Beginn an maßgeschneiderte Lösungen akquirieren. Aber digitale Transformation kann und wird gelingen, wenn Unternehmen ihre IT mit Bedacht wählen und sich als lebenden Organismus verstehen, der sich den Gegebenheiten des Marktes flexibel anpassen muss, um gegen die Konkurrenz zu bestehen. Alexander Neff, Vice President Sales DACH von Micro Focus, beleuchtet in diesem Zusammenhang die Rolle von vier speziellen Faktoren.

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Schnell und flexibel muss es sein

Natürlich müssen technologische Qualität und ihre Kosten im Gleichgewicht bleiben, ohne übermäßige Risiken zu verursachen. Doch jeder Tag ohne Fortschritt ist für ein Unternehmen ein weiterer Tag, an dem sie hinter ihre Konkurrenten zurückfallen. Die Abwesenheit von Wachstum ist in diesem Fall ein unnötiges Hindernis für den wirtschaftlichen Erfolg.

Darüber hinaus agieren Unternehmen heute in einer immer komplexeren IT-Realität – sie wählen nicht einfach zwischen Cloud und On-Premise, sondern unter vielen Alternativen. Sie müssen eine individuelle und anpassungsfähige Software finden, die eine hybride Infrastruktur für optimale Flexibilität unterstützt, anstatt sich von einem externen Anbieter vorgefertigte Lösungen aufschwatzen zu lassen.

„Insights are key“

Informationen sind der Schlüssel, um eine Entwicklungsphase erfolgreich in einen neuen Status Quo zu verwandeln. Neue Möglichkeiten zur Datenerfassung wie etwas durch das IoT und andere fortschrittliche Technologien helfen beim tieferen Verständnis der Unternehmensstruktur. Der Einsatz von etwa Predictive Analytics bringt unerfüllte Kundenbedürfnisse, unterfinanzierte Geschäftsbereiche oder neue Geschäftsmodelle ans Licht und hilft letzten Endes dabei, die Umsatzentwicklung voranzutreiben.

„Better safe than sorry“

Gerade in einer Übergangsphase, in der bisher etablierte Standards zu neuen Prozessen werden und Stresstests einer neuen Infrastruktur durchgeführt werden müssen. Daher sind der Schutz und die Sicherung von empfindlichen Daten essentiell: Zum einen gibt es einen rechtlichen Rahmen mit Verordnungen wie der DSGVO, zum anderen ist die Veröffentlichung interner Daten mehr als nur ein Reputationsschaden. Hier können auch Klagen von Aktionären, Anteilseignern und Geschädigten auf das betreffende Unternehmen zukommen.

Muss immer alles neu sein?

Nein, muss es nicht. Es kann auch für viele Unternehmen keinen Neuanfang in ihrer IT-Struktur geben – dies ist sehr zeit- und kostenintensiv. Zudem funktionieren bewährte Geschäftsprozesse dann mitunter nicht mehr, was ein weiteres Risiko für das Fortbestehen des Unternehmens darstellt. Daher ist der erste Schritt zunächst der Ansatz, bestehende Software und Infrastruktur durch DevOps zu modernisieren. Nur, wenn es keine tragfähige Option gibt, sollte eine von Grund auf neue Lösung eingeführt werden.

Jedoch bleibt zu bedenken, dass eine Ansammlung verschiedenster Produktlösungen nicht der Heilige Gral der digitalen Transformation ist. Zusammengeschlossene Punktlösungen erfordern oft zu viele technische Übergaben – und sind nicht in der Lage, gemeinsame Analysen zu nutzen. Eine bessere Variante für ein so komplexes Problem ist der Einsatz einer Reihe integrierter Technologien, die von einem gemeinsamen analytischen Ökosystem getragen werden.

Alexander Neff ist Vice President Sales DACH von Micro Focus.

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