Industrie-4.0-Standard OPC UA: Maschinen zentral aus der Cloud steuern

26. April 2016

Industrie-4.0-Anwendungen mit Hilfe von Microsofts „Azure IoT“zentral aus der Cloud steuern—so lautet die Strategie bei Microsoft. Der Softwareriese möchte dazu Industriemaschinen über die Cloud miteinander verbinden, sie über eine verschlüsselte Verbindung zentral steuern und an Geschäftsanwendungen, wie ERP- oder CRM-Systeme, anbinden können. Eine Umrüstung der Maschinen sei hierfür nicht erforderlich. Ebenso kann die bestehende Sicherheitsinfrastruktur beim Anwenderunternehmen, wie z.B. Firewalls oder Proxy-Server, ohne Umkonfiguration weitergenutzt werden.
„Die Relevanz von Industrie 4.0 ist mittlerweile nicht mehr von der Hand zu weisen und wir sind davon überzeugt, dass größtmögliche Offenheit und Interoperabilität zwischen Hardware- und Software-Herstellern helfen werden, ihre Produktivität zu erhöhen und zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln“, sagt Sam George, Direktor Azure IoT. „Microsofts Unterstützung von OPC UA mit Azure IoT und Windows IoT wird Unternehmen den Einstieg in Industrie-4.0-Szenarien massiv erleichtern".

Microsoft hat zudem eine Windows 10-kompatible Version der OPC UA Referenzimplementierung Open Source auf GitHub zur Verfügung gestellt. Alle Windows 10-Geräte können nun über OPC UA mit anderen IoT-Geräten verbunden werden. Die unabhängige OPC Foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interoperabilität und Standardisierung in der Industrieautomatisierung zu fördern: Die OPC Unified Architecture (OPC UA) ermöglicht es, Maschinendaten zu erfassen, zu transportieren, zu modellieren und semantisch zu beschreiben. OPC läuft hierbei auf jedem Betriebssystem, ist in bestehende Systeme integrierbar und leicht zu konfigurieren und zu warten. „OPC UA ist mehr als ein Kommunikationsstandard. Es ist die zentrale Schnittstelle zur digitalen Fabrik – rund um Kommunikation, Sicherheit, Datenorganisation und Semantik“, so Stefan Hoppe, Vice President der OPC Foundation. (rhh)

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