LTO Ultrium9-Tapes bieten 45 TByte maximale SpeicherkapazitätLangzeitspeicherung auf Magnetband: wiedererstarkt dank Ransomware

16. September 2021

Magnetbandspeichermedien mit einer maximalen Speicherkapazität von 45 TByte – immerhin 50 Prozent mehr als die vorherige Generation – hat Fujifilm vorgestellt. Sie bieten eine sichere Langzeitspeicherung großer Datenmengen zu niedrigen Kosten.

Nicht zuletzt wegen der Bedrohung durch Ransomware rückt das Thema Offline-Speicherung von Massendaten wieder in das Interesse der IT-Verantwortlichen. Dazu passt die Markteinführung der „Fujifilm LTO Ultrium9 Bandkassette“ (LTO9). Die Kassette entspricht den LTO Ultrium-Standards der neunten Generation für Magnetbandspeichermedien, die sich für das Backup und die Archivierung von Daten mit großer Kapazität eignen.

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LTO9 verwendet die proprietäre Technologie von Fujifilm, um eine Speicherkapazität von bis zu 45 TByte (mit Kompression; entspricht 18 TByte für nicht komprimierte Daten) anzubieten, 50 Prozent mehr als die vorherige Generation von LTO-Tapes.

Die weltweit generierte Datenmenge ist in den letzten Jahren mit der Einführung von 5G-Netzen und hochauflösenden 4K/8K-Videos, der Entwicklung von IoT, Informations- und Kommunikationstechnologie und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Big-Data-Analyse exponentiell gestiegen. Dazu gehören auch sogenannte „kalte Daten“, also Daten, die vor langer Zeit generiert wurden und auf die selten zugegriffen wurde. Diese machen schätzungsweise mehr als 80 Prozent aller Daten aus.

Die Nutzung aller Daten, einschließlich der kalten Daten, nimmt mit der weiteren Entwicklung von neuen Technologien rapide zu. Ebenso steigt der Bedarf an einer zuverlässigen und kostengünstigen Langzeitspeicherung solcher Daten für die zukünftige Verwendung. Der hohe Stromverbrauch für die Nutzung und Speicherung großer Datenmengen führt jedoch zu erhöhten CO2-Emissionen. Große Rechenzentren und Privatunternehmen setzen aktiv erneuerbare Energien ein, um ihren Strombedarf zu decken. Andere ergriffene Maßnahmen sind bspw. das Konstruieren einer Dateninfrastruktur mit minimalem Stromverbrauch. Mithilfe dieser Aktionen soll der Klimawandel bekämpft werden, der eines der wichtigsten gesellschaftlichen Probleme ist.

Mehr Datenspeicherkapazität plus höhere Geschwindigkeit

Das neue LTO9 verfügt über Barium Ferrite-Magnetpartikel (BaFe-Magnetpartikel), die mit Fujifilms proprietärer „NANOCUBIC-Technologie“ verfeinert und gleichmäßig verteilt sind, um die Bandoberflächen zu beschichten und eine glatte und dünne Magnetschicht mit minimaler Unebenheit zu bilden.

Dies hat zu einer maximalen Speicherkapazität von 45 TByte (18 TByte für nicht komprimierte Daten) geführt – etwa das 1,5-fache der Kapazität von LTO8. Das neue Band bietet außerdem eine Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung von 1.000 MByte/Sek. (400 MByte/Sek. für nicht komprimierte Daten).

Offline-Datenspeicherung bietet Schutz vor Cyber-Kriminalität

Magnetbänder belasten die Umwelt deutlich geringer, da ein Tape-System während der Datenspeicherung nicht ständig eingeschaltet sein muss. Dadurch sind wiederum die während des Lebenszyklus erzeugten CO2-Emissionen im Vergleich zu Festplatten (HDDs) um 95 Prozent geringer. Magnetbänder können zudem offline gelagert werden, wodurch ein „Air Gap“ als eine Form des Schutzes entsteht, um das Risiko von Datenschäden und -verlusten bei Cyber-Angriffen zu minimieren. (rhh)

Fujifilm Corporation

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