Managed Service Provider bieten Vorteile für Unternehmen Cybercrime lässt kaum Luft zum Atmen

3. März 2017

DDoS-Attacken, Ransomware, Phishing-Versuche und Advanced Persistant Threats: IT-Abteilungen müssen immer mehr Zeit und Energie aufwenden, um den täglich einprasselnden Cyberangriffen Paroli zu bieten. Und das, obwohl die Aufgaben von modernen, heterogenen Netzwerken ihre Arbeitszeit mehr als genug ausfüllen. In bloßer Eigenregie lässt sich der Spagat zwischen Performance, IT-Sicherheit und Usability kaum mehr schaffen. Der Einsatz eines Managed Service Provider (MSP) im Security-Umfeld kann hier helfen.

MSP oder Outsourcing

Beispiel für eine MSP-Konsole; Quelle: Eset Deutschland GmbH

Es liegt also nahe, auf das klassische Outsourcing zurückzugreifen und Aufgaben(-bereiche) oder Abteilungen eines Unternehmens komplett auszulagern. Externe Dienstleister übernehmen die anfallenden Arbeiten und halten dafür benötigte Ressourcen bereit. Trotz dieser Arbeitserleichterung wagen viele Firmenlenker diesen Schritt nicht, denn er kostet viel Geld und geht zwangsläufig mit dem Verlust von Know-how einher.

Oftmals würde es schon reichen, nur arbeitsintensive oder stark spezialisierte Teilbereiche, wie beispielsweise IT-Sicherheit, in fremde Hände zu geben. Man lässt im wahrsten Sinne diese Aufgaben von extern managen, ohne die gesamte IT-Abteilung abzugeben. In diesem Fall stehen Fachhändler und Systemhäuser als sogenannte „Managed Service Provider“ bereit.

Mit ihrer Security Kompetenz, dem IT-Fachwissen und den Sicherheitslösungen von Security-Herstellern wie ESET in der Hinterhand, übernehmen sie die übertragenen Aufgaben. Sie erarbeiten maßgeschneiderte Security Services von Firewall über Endpoint-Sicherheit bis zu SOC (Security Operation Center), um die Absicherung des Firmennetzwerks jederzeit auf dem höchsten Level zu halten. Zusätzlich unterstützt der assoziierte Security-Hersteller als „Trusted Advisor“ die zu treffenden Maßnahmen.

Mehrwerte

Damit Endkunden von diesen Mehrwerten profitieren können, müssen alle eingesetzten Produkte ständig gewartet und in Stand gehalten werden. Die Analyse von Reports, Logfiles, Anpassung der Konfiguration und beim Ausrollen neuer Programme sollte bei jedem Unternehmen beliebiger Größe professionell und routiniert von statten gehen. Doch gerade das übersteigt oft die Ressourcen mittelständischer Betriebe.

Mitarbeiter in der Administration betreuen meist eine zweistellige Anzahl verschiedener Technologien. An dieser Stelle schaffen MSPs mit ihrem Wissen über die Bedürfnisse und Anforderungen Abhilfe. Sie sind in der Lage, sich mit anderen Experten auszutauschen, weiterzubilden und die Wartung der Systeme zu übernehmen.

Das verschafft dem Endkunden Flexibilität bei planbaren Kosten und hohe Zuverlässigkeit. Bei einem guten Vertrauensverhältnis zwischen MSP und Kunden können sich beide Seiten ihren jeweiligen Aufgaben widmen – eine absolute Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Transparente Kosten

Managed Service Provider bieten weitere wichtige Vorteile: Neben der Skalierbarkeit und Flexibilität eingesetzter Lösungen geben tagesgenaue Abrechnungsmodelle den Unternehmen mehr finanzielle Spielräume und reduzieren kommerzielle Risiken. Das heißt, der Kunde zahlt am Ende nur das, was er in Anspruch nimmt. Ohne die langjährige Bindung an Produkten mit vordefinierten Client-Zahlen bleiben die Kosten für Firmen weitaus transparenter und kalkulierbarer.

Kunden erwarten von ihrem Provider eine Vielzahl an Services, um ihre geschäftlichen Bedürfnisse zu 100 Prozent abgedeckt zu sehen. Für den Dienstleister bedeutet dies: Er muss nicht nur in Sachen Technik immer auf dem neuesten Stand sein. Zudem sollte er ein Gespür und den Überblick über die Anforderungen seiner Kunden besitzen. Gute Managed Service Provider fungieren als Schnittstelle zwischen Kundenbedürfnissen und des Security-Herstellers. (rhh)

Michael Klatte

arbeitet als IT-Journalist für die ESET Deutschland GmbH

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