Massive Sicherheitslücke im MacOS 10.13

29. November 2017

Bei betroffenen Computern können mit dem Nutzernamen „root“ und einer leeren Passwortzeile Sicherheitseinstellungen überwunden werden, indem mehrfach auf „Schutz aufheben“ geklickt wird. Anschließend kann sich der Angreifer ohne die Eingabe eines Passwortes als Benutzer "root" mit vollen administrativen Rechten auf einem verwundbaren System anmelden. Dieser Vorgang ist unter bestimmten Voraussetzungen über das Apple-eigene Remote Access Tool auch ohne physischen Zugriff auf das Gerät möglich. Andere Wege zur Ausnutzung dieser Schwachstelle sind denkbar.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt die explizite Vergabe eines starken Kennworts für den root-Account betroffener Apple-Computer. Daneben sollten auch passwortgeschützte Apple-Computer nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Apple hat bekanntgegeben, in Kürze ein Sicherheitsupdate zur Verfügung stellen zu wollen. Sobald das Update veröffentlicht ist, sollten Anwender es unbedingt einspielen. Dazu sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Der vorliegende Fall macht einmal mehr deutlich, dass Software-Qualität ein entscheidender Faktor für die Informationssicherheit ist. Betroffene Anwender sollten sich nun aktuell informieren und ihren Apple-Rechner mit den empfohlenen Maßnahmen absichern.“ Folgende Maßnahmen empfiehlt das BSI zur Absicherung betroffener Systeme: Die Schwachstelle kann abgesichert werden, indem ein Passwort für den root-Account gesetzt wird. Folgendes Kommando setzt ein Passwort für den root-Account über die Kommandozeile:

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"sudo passwd -u root"

Apple bietet auf seinen Support-Seiten eine Beschreibung für die Änderung des root-Passwort über die Benutzeroberfläche an. Die Beschreibung ist derzeit nur auf der englischen Supportseite enthalten. Falls der root-Account noch nicht aktiviert wurde, muss dieser vorher erst aktiviert werden. Das Vorgehen dafür ist ebenfalls auf den genannten Seiten beschrieben. Dazu sollte man unbedingt beachten, dass der root-Account nicht deaktiviert werden darf, da dies die Lücke sonst wieder öffnen würde. Zusätzlich kann der eingebaute Remotezugriffe über "Systemeinstellungen -> Freigaben -> Bildschirmfreigabe / Entfernte Verwaltung / Entfernte Anmeldung" deaktiviert werden, wenn dieser nicht benötigt wird.

Grundsätzlich sollten die automatischen Updates des Betriebssystems aktiviert werden. Die Einstellungen sind standardmäßig gesetzt und können wie folgt überprüft werden:

In den Systemeinstellungen ist auf das Symbol "App Store" zu klicken und zu prüfen, ob folgende Optionen aktiviert sind:

Automatisch nach Updates suchen
Neu verfügbare Updates im Hintergrund laden Systemdatendateien und Sicherheits-Updates installieren.

Nach einer aktuellen Aussage von Apple habe man bereits reagiert und die Sicherheitslücke soll mittlerweile geschlossen sein, ein entsprechendes Update stehe zur Verfügung.(rhh)

Hier geht es zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

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