Nicht freigegebene Programme und Daten gefährden Unternehmensdaten

17. Mai 2017

Laut Angaben von IT-Entscheidungsträgern (ITDM) in der von Code42 durchgeführten CTRL-Z Studie wird heutzutage die Hälfte (50 Prozent) aller Unternehmensdaten in der Geschäftswelt auf Laptops oder Desktops abgelegt, anstatt im Datenzentrum oder auf zentralen Servern. In den USA beläuft sich diese Zahl sogar auf ganze 60 Prozent. Zugleich ist man sich in den Führungsetagen der Bedeutung dieser Daten für die Produktivität und Sicherheit des Unternehmens durchaus bewusst – 63 Prozent der CEOs erklären, dass ein Verlust dieser Daten verheerende Auswirkungen auf ihr Unternehmen hätte. Obwohl dieses Risiko bekannt ist, werden geeignete Sicherheitspraktiken dennoch häufig übergangen.

Obwohl sie wissen, dass Unternehmen heutzutage Risiken wie etwa Verletzungen der Datensicherheit ausgesetzt sind, gefährden betriebliche Entscheidungsträger (BDM) und CEOs wichtige Firmendaten. Drei Viertel (75 Prozent) der CEOs und über die Hälfte (52 Prozent) der BDMs geben zu, Anwendungen/Programme zu verwenden, die von ihrer IT-Abteilung nicht freigegeben wurden. Und das, obwohl 91 Prozent der CEOs und 83 Prozent der BDMs glauben, dass ihr Verhalten ein Sicherheitsrisiko für das Unternehmen darstellen könnte. Diese Erkenntnisse wurden im Rahmen der von Code42 durchgeführten CTRL-Z Studie gewonnen. Die Studie untersucht im Detail, welche Faktoren CIOs, Chief Information Security Officers (CISOs) und ITDMs unter Druck setzen und vergleicht deren Angaben mit den Ansichten von CEOs und BDMs, die den Großteil der Daten außerhalb der vier Wände des Unternehmens kontrollieren. Für die Studie wurden die Ansichten von 800 IT-Entscheidungsträgern – darunter CIOs, CISOs und CSOs – und 400 BDMs – einschließlich CEOs – in den USA, Großbritannien und Deutschland berücksichtigt. Sie zeigt, dass Sicherheit und Produktivität in einer datengesteuerten Wirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind.

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Ein Gleichgewicht zwischen Produktivität und Datenschutz herzustellen, ist in modernen Unternehmen stets eine Gratwanderung. Und heutzutage stehen ITDMs unter zusätzlichem Druck, den Unternehmen in Fällen von Verletzungen der Datensicherheit eine schnelle Erholung zu ermöglichen, um schlimme Folgen für das Firmenimage abzuwenden und die Kundentreue aufrechtzuerhalten. Die überwiegende Mehrheit (80 Prozent) der CEOs und 65 Prozent der BDMs geben an, nicht freigegebene Anwendungen/Programme zu verwenden, um ihre Produktivität beizubehalten. Zugleich erklärt jedoch die Hälfte (50 Prozent) der ITDMs, dass ihre Fähigkeit, Unternehmens- und Kundendaten zu schützen, für die Marke und das Image ihres Unternehmens von wesentlicher Bedeutung ist – eine Ansicht, die 50 Prozent der CEOs und 61 Prozent der CIOs teilen.

Der Großteil der ITDMs nutzt Backup-Lösungen für Laptops (86 Prozent) und Server-Backup-Lösungen (95 Prozent). Bedenklich ist jedoch die Tatsache, dass mindestens 13 Prozent bzw. 8 Prozent ihre Backup-Programme für Laptops oder Server nicht getestet haben. Das zeigt, dass hier vornehmlich ein Pro-forma-Ansatz verfolgt wird, anstatt eine Lösung bereitzustellen, die den Mitarbeitern einen praktischen Mehrwert bringen soll.“  Käme es heute zu einem unternehmensweiten Störfall, etwa durch einen breit angelegten und verheerenden Ransomware-Angriff, würden sich folgende Fragen stellen: Ist das IT-Team fähig, die Daten wiederherzustellen und den Geschäftsbetrieb wieder zum Laufen zu bringen? Und: Wie lange würde es angesichts der Menge an Daten, die auf Laptops und Desktops abgelegt sind, dauern, bis das Unternehmen wieder produktiv sein könnte?

Jetzt ist der Zeitpunkt, um etwas zu ändern, und Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit wahren möchten, werden jetzt aktiv. Es ist an der Zeit für Visionäre und leitende Angestellte im Bereich IT-Sicherheit, die Ärmel hochzukrempeln. Während 66 Prozent der BDMs und 66 Prozent der ITDMs sich einig sind, dass die Verantwortung, die Unternehmen im Jahr 2017 bei der Anpassung an die neue Bedrohungslandschaft zu unterstützen, den CIOs/CISOs zufällt, legt diese Zahl auch nahe, dass ein Spielraum für Veränderungen gegeben ist. Bestehen bleibt jedoch die Frage, wer anstelle des CIO oder CISO sonst die Führung an dieser Front übernehmen könnte. Eines ist sicher:

Weltweit sind 88 Prozent der ITDMs in Unternehmen und 83 Prozent der BDMs der Meinung, dass ihre Unternehmen ihre Fähigkeit zur Erholung im Fall einer Sicherheitsverletzung innerhalb der nächsten 12 Monate verbessern müssen. Angesichts der Tatsache, dass 48 Prozent der Unternehmen angeben, innerhalb der letzten zwölf Monate Opfer einer Sicherheitsverletzung gewesen zu sein, ist die Frage heute schließlich nicht ob, sondern wann es zu einer Sicherheitsverletzung kommt.(rhh)

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