Virtueller Goldrausch: Kryptowährung zieht Cyberkriminelle an

1. März 2018

Cyber-Kriminelle stecken eine Menge Energie in die Erstellung von betrügerischen Apps, die Nutzer in die Falle locken sollen. In einem Whitepaper gibt ESET auch Tipps, wie man sich vor diesen Gefahren schützt. Dazu zählt zum Beispiel, beim Download von Kryptowährungs-Apps genau hinzusehen, wenn möglich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen und das Android-Smartphone mit einer mobilen Security-Lösung zu schützen. Das Whitepaper analysiert ausführlich die folgenden Themen:

•    Angriffe auf Börsen für Kryptowährungen: Im vergangenen Jahr konnte ESET zwei Angriffe auf Poloniex, eine der weltweit führenden Kryptowährungsbörsen, ausmachen. Mittels gefälschter Apps hatten es Cyberkriminelle auf die Zugangsdaten der Nutzer abgesehen. Diese Art des Angriffs hat sich zum regelrechten Trend entwickelt und breitet sich immer weiter aus.
•    Fake-Wallet-Apps: Die von ESET analysierten Fake-Wallet-Apps nutzen verschiedene Methoden, um Opfer um deren virtuelles Geld zu erleichtern. Einige versuchen, ihre Opfer auszutricksen, indem sie  Geld direkt in die Brieftasche des Angreifers überweisen. Andere nutzen Phishing-Methoden, um an persönliche Informationen in Bezug auf die Wallets der Opfer zu gelangen und manche nutzen eine Kombination aus beidem – Cyberkriminelle sind sehr kreativ, wenn es um virtuellen Bankraub geht.
•    Android Cryptomining-Malware: Durch den allgemeinen Anstieg von Cryptomining in den vergangenen Monaten, ist die Zahl der Android-basierten Miner ebenfalls gestiegen. Ob die Nutzung von Smartphones für das sehr ressourcenintensive Mining effizient ist, ist allerdings sehr fragwürdig. Aktuelle Trends zeigen aber: Malwareautoren scheinen es trotzdem zu versuchen.
•    Gefälschte Cryptominer und kostenlose Give-Aways: Anders als Apps, die kein Geheimnis daraus machen, Mining zu betreiben, gibt es auch solche, die nur vorgeben, Kryptowährung für ihre Nutzer zu schürfen. Tatsächlich machen sie aber nichts anderes als Werbung zu zeigen. Um den Werbeeffekt zu erhöhen sind diese Apps meist so konstruiert, dass der Nutzer regelmäßig dazu gebracht wird, die App zu öffnen – beispielsweise mit dem Versprechen, täglich kostenlose Coins zu erhalten. Hierbei handelt es sich zwar nicht um klassische Malware, aber aufgrund der irreführenden Nutzung um unerwünschte Anwendungen. (rhh)

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