Digitale Transformation braucht Sicherheit Wirtschaftlicher Erfolg basiert auf offenen Schnittstellen

31. Mai 2017

Immer mehr Unternehmen erkennen, wie offene Schnittstellen die Zusammenarbeit und ihr Wachstum unterstützen. Dadurch wird die Cloud zur neuen Drehscheibe für die Entwicklung von Systemen und Vertiefung von Partnerschaften. Aus diesem Grund konzentrieren die meisten Unternehmen, welche die digitale Transformation erfolgreich meistern, ihre Anstrengungen auf Cloud-Architekturen und -prinzipien. Damit erreichen sie Skalierbarkeit, Offenheit und eine schnelle Wertschöpfung – so die Voraussetzungen hinsichtlich der Sicherheit erfüllt sind. Da Produkte und Dienstleistungen heute über digitale Schnittstellen erstellt, verkauft und genutzt werden, sind offene APIs in die Cloud-Strategie zu integrieren. Nur so lassen sich die Ziele der digitalen Transformation erreichen.

Innovationen

Quelle: F5 Networks

Viele Taxi-Unternehmen schielen heute neidisch auf Uber, Einzelhändler auf Amazon. Was haben diese und andere in der digitalen Wirtschaft so erfolgreiche Unternehmen richtig gemacht? Sie nutzen aktiv aktuelle Technologien, um neue Business-Chancen zu ergreifen. Sie reagieren nicht nur auf Mitbewerber, sondern schaffen aktiv neue Märkte durch innovative Geschäftsmodelle. Von dieser Haltung können auch traditionelle Unternehmen lernen. Sie sollten sich fragen, ob sie nur auf äußere Umstände reagieren, wenn sie in neue Technologien investieren, oder aktiv ihre eigene digitale Transformation vorantreiben. Die Antwort auf diese Frage entscheidet häufig darüber, ob das Unternehmen unter dem allgegenwärtigen Wandel leidet oder ihn erfolgreich vorantreibt.

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Bevor ein Unternehmen für die digitale Transformation neue Hardware, Software oder Services einkauft, sollte es sich genauer ansehen, wie erfolgreiche Mitbewerber vorgehen oder vorgegangen sind. Dabei erhalten sie in der Regel die Erkenntnis, dass neu einzuführende Lösungen mehrere Eigenschaften besitzen müssen.

Skalierbarkeit – in beide Richtungen: Die Nachfrage nach Anwendungen, Produkten oder Dienstleistungen verändert sich ständig und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die allgemeine Wirtschaftslage, die Verkaufssaison, die sich wandelnden Kundenwünsche oder die Aktivitäten der Mitbewerber – sowohl bestehender als auch neuer Marktteilnehmer. Unternehmen benötigen Technologien, die ihre Geschäftsaktivitäten in jeder Phase optimal unterstützen, also bei Hochs und Tiefs. Nur so können sie ihre Prozesse jederzeit schnell in beide Richtungen skalieren. Die Cloud – ob Public oder Private – ist der einfachste und kosteneffizienteste Weg dazu. Manchmal stellt sie auch den einzigen Weg dar.

Einen weiteren Vorteil der Cloud bildet die Bezahlung nach dem tatsächlichen Bedarf. Damit verschenken Unternehmen keine Investitionen mehr, indem Sie Ressourcen „für den Notfall“ reservieren, aber nicht nutzen, wenn sich die Prognosen nicht bewahrheiten. Da Skalierbarkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit für die digitale Transformation nötig ist, sollten die Investitionspläne eine Cloud-Strategie umfassen.

Im Kontext dieser Skalierbarkeit müssen auch die Sicherheitsmechanismen für die IT-Umgebung mitwachsen können. Dabei gilt als eine wesentliche Herausforderung, dass auch bei hybriden Architekturen – also externe Cloud kombiniert mit Inhaus-IT – alle notwendigen Security-Vorkehrungen zu treffen sind.

Offenheit

In welche Technologie Unternehmen auch immer investieren: Sie muss mit den weitverbreiteten Standards kompatibel sein. Auf diese Weise sind die Investitionen zukunftssicher und sie geraten nicht mit proprietärer Technologie in eine Sackgasse oder machen sich von einem Anbieter abhängig.

Wer zum Beispiel eine Anwendung entwickelt, die GPS-Daten für die Lokalisierung nutzt, muss mehr als nur die derzeitigen Anforderungen erfüllen. Er sollte berücksichtigen, dass neue Systeme wie Galileo oder auch für die Innenraum-Lokalisierung entstehen. Zudem sind Informationen aus Netzwerken wie IP- und Bluetooth MAC-Adresse, RFID-, WiFi- oder GSM-/CDMA-Kennungen zu berücksichtigen. So sollte die Anwendung den W3C-Standard für Geolokations-APIs nutzen, damit sie auch in Zukunft in aller Welt funktioniert.

Mit offenen, standardbasierenden Technologien sind Unternehmen auch auf unerwartete Veränderungen in den Märkten vorbereitet. Durch Open-Source-Standards und das wachsende Open-Source-Ökosystem können sie ihren Kunden flexibel neue Produkte und Dienstleistungen bieten sowie von offenen APIs profitieren. Sie sind dann in der Lage, Produkte an die entsprechenden Nutzerwünsche anzupassen, individuelle Servicepakete zu erstellen und neue Verkaufsmodelle zu entwickeln, die relevante Daten aus der wachsenden Informationsflut nutzen.

Schnelle Produktivität

Die Technologien und Geschäftsmodelle verändern sich immer schneller. Daher reicht es heute nicht mehr, die neue Lösung eines Mitbewerbers zu kopieren – etwa eine mobile Anwendung, die den Verkaufsprozess optimiert und das Kundenerlebnis am Point of Sale verbessert. Selbst wenn dies in sechs Monaten gelingt, hat sich der Markt in der Regel schon weiterentwickelt, so dass man ständig hinterherhechelt.

Stattdessen müssen Unternehmen führend sein, also Produkte und Dienstleistungen schnell in den Markt einführen, indem Sie neue Geschäftsmodelle nutzen, sobald sie technologisch möglich sind. Eine Option bildet dabei Automatisierung, die manuelle Prozesse minimiert. So lassen sich Kosten senken und gleichzeitig Umsätze steigern, indem Kunden Self-Services mit maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz erhalten. Zudem profitieren Unternehmen von höherer Effizienz und weniger benötigten Cloud-Experten – angesichts des Fachkräftemangels ein wichtiger Vorteil.

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Ralf Sydekum

ist Technical Manager DACH bei F5 Networks.

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