Erfolgsgeschichte der Hybrid-Cloud Cloud-Speicherstrategien auf dem Prüfstand

26. November 2019

Da nur wenige Unternehmen aktuell bereit sind, ihren kompletten IT-Betrieb in die Public Cloud zu verlegen, gewinnen hybride Cloud-Modelle zunehmend an Beliebtheit. Allerdings gibt es auch hier noch zahlreiche Fragen, welche manche Unternehmen noch zögern lassen.

Die erste dieser Fragen bezieht sich auf bereits nicht sauber konzipierte Architekturen: Wo haben Unternehmen bei den Cloud-Speicherstrategien bislang möglicherweise einen Fehler gemacht? Es scheint, dass viele Unternehmen zwar eine langfristige Entscheidung getroffen haben, dass „die Cloud“ die Zukunft ist, aber seither von IT-Herstellern und -Lieferanten im Hinblick auf den Migrationsprozess enttäuscht wurden.

Viele Technologieanbieter haben keinen bewussten Schritt in Richtung Cloud gemacht, was bedeutet, dass ihre älteren Lösungen nicht Cloud-fähig sind und ihre neueren oft nur auf die Cloud ausgerichtet sind. Dies macht den Übergang für die Unternehmen sehr schwierig, da er einen plötzlichen Schnitt des Betriebs-, Nutzungs- und Kostenmodells mit sich bringt.

Kosten im Blick

Die zweite Frage dreht sich um die Kosten – inwieweit kann Cloud Storage teurer werden kann, als Unternehmen bei der Implementierung zunächst annehmen? Es ist fast kostenlos, Inhalte in die Cloud zu bringen, und es ist sehr kostengünstig, Daten in der Cloud zu speichern.

Teuer ist es jedoch, Daten aus der Cloud abzurufen. Unternehmen müssen zunächst verstehen, was sie von den in der Cloud gespeicherten Daten erwarten. Wenn sie eine granulare Wiederherstellung, Analyse und Verwaltung dieser Daten ermöglichen wollen, dann gibt es mehr Aspekte zu beachten als nur bei einer Massenbewegung von Daten aus dem On-Prem-Speicher. Es dreht sich alles um die Daten, daher ist Cloud Data Management der Schlüssel – unabhängig von der Plattform.

Transparenz ist gefordert

Inwieweit führt Cloud Storage zu einem Mangel an Transparenz, was Hardware und Betrieb betrifft – so lautet die dritte Frage in diesem Kontext. Die Sichtbarkeit der Hardware ist in gewissem Maße wichtig. Es muss eine Art Gateway zur Cloud geben. Dies muss ein intelligentes Gerät sein, das die Metadaten der Inhalte, die in der Cloud residieren, besitzt und versteht.

Wenn diese Lösung nicht robust und intelligent ist, wird das Unternehmen blind für den Inhalt sein. Was die in der Cloud verwendete Hardware betrifft, so ist zu hoffen, dass sich der Provider darum kümmert. Die meisten großen Anbieter von Cloud-Storage-Lösungen verfügen über robuste und skalierbare Lösungen, denen man vertrauen kann.

Rückholung ins eigene Rechenzentrum

Als vierte Fragestellung sollten sich IT-Verantwortliche darum kümmern, wie ihr Unternehmen entscheiden kann, welche die besten Assets, Operationen und Daten für die Cloud sind, um die beste Rendite zu erzielen, und welche sollten am besten im eigenen Rechenzentrum verbleiben oder zurückgeholt werden?

Der naheliegende Kandidat für die Speicherung in der Cloud sind Langzeitarchivierungs- und Backup-Daten, da sie wahrscheinlich selten benötigt werden und den Compliance-Anforderungen entsprechen. Sie sollten verschlüsselt sein und nur den richtigen Personen innerhalb einer Organisation zur Verfügung stehen.

Allerdings ist die Situation bei Bedarf wahrscheinlich kritisch, so dass der Mechanismus zur Verwaltung dieser Daten robust sein muss. Die Ausführung wiederholbarer Workloads in der Cloud ist ebenfalls sinnvoll, insbesondere wenn die Flexibilität, die Kapazität bedarfsabhängig zu erhöhen und zu verringern, sinnvoll ist.

Wachstumsgrenzen ausloten

Wenn die Daten auf sehr hohem Niveau wachsen, ist Cloud Storage dann immer noch ein nachhaltiges Modell? Die Antwort auf diese fünfte Frage wird „höchstwahrscheinlich“ lauten. Die einfachen Skaleneffekte bedeuten, dass die Cloud bei richtiger Nutzung immer kostengünstig ist. Eine Mischung aus lokaler Umgebung und Public Cloud ermöglicht einen sehr skalierbaren und kostengünstigen Ansatz für großformatige Speicher.

Was ist der beste Weg, um sich der Hybrid-Cloud zu nähern?

Die Antwort auf diese sechste Frage lautet: Die Public Cloud in Kombination mit einem Objektspeicher vor Ort ist ein überzeugender Ansatz. Es gibt einige großartige softwaredefinierte Lösungen, die einen Amazon S3 Bucket vor Ort abbilden, was ein sehr ähnliches Erlebnis wie in der Public Cloud bietet.

Für wertvollere Daten könnte die Verwendung der Objektspeicherung sinnvoller sein. Letztendlich ist die Einfachheit der Bedienung entscheidend, zusammen mit dem Wissen um die gespeicherten Daten. Wenn Unternehmen diese Kontrollen an Ort und Stelle haben, dann ist das Management einer Hybrid-Cloud einfach.

Der Blick in die Zukunft

Die siebte Frage deckt die Erwartungshaltung ab: Wie sieht die Zukunft von Unternehmen aus, die Hybrid-Cloud-Modelle einsetzen? Die Zukunft liegt in der Verwendung einer Cloud Data Management-Plattform, die von der Endspeicherumgebung unabhängig ist. Wenn Unternehmen eine Lösung an Ort und Stelle haben, in der die Metadaten vorgehalten werden, dann ist der Endstandort der Daten fast irrelevant, solange er den Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit entspricht. (rhh)

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