Verzahnung zwischen Private und Public CloudsOhne Interoperabilität keine Hybrid Cloud

26. November 2018

Der Bedarf nach einer Verzahnung zwischen physischen und virtuellen Systemlandschaften sowie Private und Public Clouds ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Der Grund dafür: Entwicklungs- und Betriebsumgebungen für Hybrid Clouds, in denen sich Workloads reibungslos zwischen dem eigenen Rechenzentrum und den Cloud-Umgebungen portieren lassen, zählen zu den Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation.

Nutzen verschiedene Abteilungen eines Unternehmens spezielle Applikationen nur in der Public Cloud sowie die geschäftskritischen Anwendungen in der Private Cloud und es existiert keine Verbindung zwischen beiden, ist dies keine Hybrid Cloud. Erst, wenn es gemeinsam verwendete Ressourcen, Services und Applikationen gibt, die zwischen den physischen, virtuellen, Private- und Public-Cloud-Umgebungen migrieren können, handelt es sich um eine Hybrid-Cloud-Architektur.

Anzeige
it clientmanagement ad

Um eine solche Hybrid-Cloud-Architektur zu implementieren, ist eine einheitliche Entwicklungs- und Betriebsumgebung erforderlich. Sie muss eine stabile, konsistente und zuverlässige Infrastruktur bereitstellen und alle Bereitstellungsmodelle im Rechenzentrum vor Ort und in der Cloud abdecken – unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware und den bereitgestellten Services. Sie sollte Konsistenz und Abstraktion sicherstellen und es der IT-Abteilung ermöglichen, sich auf Innovationen zu konzentrieren, anstatt mit einem enormen Aufwand Legacy-Technologien mit rasch sich verändernden Cloud-Services zu integrieren.

Brücke von der existierenden zur neuen Welt

Eine derartige Lösung bietet eine Enterprise-Kubernetes- und Container-Applikations-Plattform wie Red Hat OpenShift, die eine Brücke baut zwischen der existierenden Bare-Metal- und Virtualisierungswelt sowie den sich immer weiter verbreitenden Private- und Public-Cloud-Diensten. Mit der Container-Applikationsplattform sind Unternehmen in der Lage, auf einem einzigen Kubernetes-Cluster verschiedene Entwicklungsprojekte, Applikation und Lifecycle-Umgebungen isoliert voneinander zu betreiben.

Die Hybrid Cloud basiert auf Technologien, die noch vor wenigen Jahren als „zu innovativ“ galten, um Enterprise Workloads mit Linux-Containern und Kubernetes zu unterstützen. Aktuell ist bereits die nächste Welle neuer Technologien zu beobachten, die wahrscheinlich die nächste Iteration der hybriden IT antreiben wird, nämlich Serverless-Computing. Dieser Ansatz ist Teil eines allgemeinen Trends zur „Abstraktion der Unternehmens-IT“. Serverlose Technologien ermöglichen es Entwicklern, Funktionen zu schreiben, die bei Bedarf und gleichzeitig nur so lange wie nötig funktionieren; dann „verschwinden“ sie. Endanwender interessieren sich im Grunde genommen nicht dafür, was technologisch hinter den Mauern der Unternehmens-IT passiert. Serverless Computing ist ein gutes Beispiel dafür.

Serverless-Computing bedeutet eine entscheidende Veränderung in der Art, wie Entwickler Softwaresysteme konzipieren und bereitstellen. Durch die Abstraktion der Applikationsinfrastruktur vom Code kann der Entwicklungsprozess deutlich vereinfacht werden, wobei sich gleichzeitig Kosten- und Effizienzvorteile für Unternehmen ergeben. Damit kann Serverless-Computing eine wichtige Rolle bei der Entstehung der nächsten Ära der Enterprise-IT spielen – gemeinsam mit Cloud-nativen Services und der Hybrid Cloud.

Mit OpenShift Cloud Functions etwa hat Red Hat ein offenes, leistungsfähiges Enterprise-Grade-Serverless-Tool angekündigt, das auf Apache OpenWhisk basiert. Bei all dieser Abstraktion, die auf einem hohen Standardisierungsgrad basiert und für Anwender in den Fachabteilungen keine Auswirkungen hat, muss die IT server-lose Technologien verwalten und vor allem die Komplexität reduzieren.

Darüber hinaus benötigt die Hybrid Cloud einen geeigneten Managementansatz, aber die vorhandenen Cloud-Management-Plattformen sind häufig nicht in der Lage, die erforderliche Portabilität und Flexibilität der entstehenden hybriden Umgebungen zu verwalten. Die Orchestrierung könnte beispielsweise durch Kubernetes erfolgen.

Plattform für die Digitale Transformation

Viele der Diskussionen über neue Technologien, einschließlich Cloud-Computing in allen Arten und Formen, lassen sich zu einem Thema zusammenfassen: Digitale Transformation. Unter-nehmen wollen neue Technologien wie Linux-Container, Micro-services, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und die Hybrid Cloud nutzen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, neue Märkte zu erschließen und den sich ständig ändernden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Allerdings ist die Kombination von bestehenden IT-Investitionen und Cloud-Services oft einfacher gesagt, als getan.

Eine Container-Applikationsplattform bringt Entwickler und IT-Prozesse zusammen, um Applikationen in Hybrid-Cloud-Infrastrukturen erstellen, implementieren und verwalten zu können. Cloud-native Unternehmensanwendungen, wie Entwickler sie mit Red Hat OpenShift bauen, können Services aus unterschiedlichen Quellen nutzen, etwa aus dem unternehmenseigenen Rechenzentrum oder verschiedenen Public Clouds. Das ist die Zukunft, in der physische und virtuelle Umgebungen sowie Private und Public Clouds und sogar die Entwickler-Tools in den Hintergrund treten. Die Container-Applikationsplattform vernetzt alles.

Paul Cormier ist President Products and Technologies bei Red Hat

Hier geht es zu Red Hat

Lesen Sie auch