Studie: Datenverlust bei Unternehmen noch immer weit verbreitet

4. Juli 2019

Die Ergebnisse der fünften Studie „Unitrends Cloud and Disaster Recovery Survey“ geben Einblicke in Herausforderungen und Trends, denen IT-Abteilungen und -Administratoren beim Schutz von Daten sowie mit Blick auf wachsende Datenvolumen gegenüberstehen. Die Studie liefert zudem Erkenntnisse zu Recovery Time Objective (RTO), Datenverlust und der zunehmenden Nutzung von Cloud-basiertem Disaster Recovery as a Service (DRaaS). Befragt wurden 400 Teilnehmer aus Unternehmen aller Branchen und Größen.

Die Unitrends-Studie vergleicht aktuelle Trends mit den vorliegenden Daten vergangener Jahre. IT Experten erfahren mehr über Best Practices sowie neue Möglichkeiten zum Schutz von Unternehmensdaten, die sehr viel schneller als die dazugehörigen IT-Budgets wachsen. Die wichtigsten Ergebnisse über den Stand von Datenschutz, Cloud und DRaaS:

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  • Unternehmen kämpfen noch immer mit zu hohen Raten bei Datenverlust und Ausfallzeiten. Im Vergleich zur ersten Umfrage stellt Unitrends fest, dass 30 Prozent der Unternehmen Datenverlust als Folge eines Rechenzentrum-Ausfalls melden. Dieser Wert bleibt hartnäckig hoch, auch wenn es mittlerweile Datenschutz-Tools wie Cloud Workloads, DRaaS sowie stark verbesserte Datensicherungs- und Wiederherstellungs-Appliances gibt. Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, im Jahr 2019 mindestens einmal eine Ausfallzeit erlebt zu haben.
  • Der Einsatz der Cloud als Tool für Datenschutzstrategien hat in den letzten vier Jahren stark zugenommen. 60 Prozent der Unternehmen setzen Cloud-Funktionen, wie kurzfristige Datenspeicherung, Cloud-Archivierung und/oder DRaaS als Backup-Speicherort, ein. Von 40 Prozent der Befragten, die derzeit die Cloud nicht für den Datenschutz nutzen, wollen dies 53 Prozent innerhalb des nächsten Jahres ändern. Unternehmen schützen zunehmend auch PCs und Laptops mobiler Mitarbeiter über die Cloud. Und zum ersten Mal gehört der Schutz von SaaS-Anwendungen, wie Microsoft Office 365, G Suite und Salesforce, mit Cloud-basiertem Backup zu den fünf führenden Cloud-basierten Datenschutztechnologien. Wenn die Pläne umgesetzt werden, nutzen bis 2020 80 Prozent aller Unternehmen die Cloud auf die eine oder andere Weise für den Datenschutz.

Am häufigsten ist die Cloud beim Datenschutz als externe Daten- und Dateiablage im Einsatz. Die Anzahl der Unternehmen, die verpflichtet sind über 100 TB an Daten zu schützen, stieg von 11 Prozent (2016) auf 31 Prozent in diesem Jahr. Aufgrund der allgemeinen Zunahme der zu schützenden Datenmengen suchen Unternehmen nach neuen Strategien für physische Speichergeräte, um die Speicherkosten im Griff zu behalten und die Investitionskosten zu reduzieren.

Cloud-basiertes DRaaS ist heute ein anerkanntes und weit verbreitetes Werkzeug in Programmen für Daten- und Applikationsschutz. 30 Prozent der Unternehmen, die DRaaS verwenden, können ausgefallene Anwendungen in weniger als einer Stunde wiederherstellen – bei Unternehmen, die DRaaS nicht verwenden, sind es lediglich 16 Prozent. Darüber hinaus berichtete die Mehrheit (61 Prozent) der befragten DRaaS-Nutzer, im vergangenen Jahr keine Ausfallzeiten erlebt zu haben – bei den Unternehmen ohne DRaaS hatten 2019 lediglich 39 Prozent ein ausfallfreies Jahr. (rhh)

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