Verbraucher sorgen sich um persönliche Daten

22. Mai 2018

Angesichts der auslaufenden Frist für die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geben jedoch fast zwei Drittel (64 %) der Verbraucher an, dass sie ihre Daten im Austausch für Rabatte und Vorteile gerne weitergeben – was eine Chance für das Marketing darstellt. Jamie Anderson, President EMEA bei Marketo, sagt: „Die DSGVO-Gesetzgebung bietet Marketing-Spezialisten eine der seltenen Möglichkeiten, Kundenbeziehungen aufzubauen, indem sie Vertrauenswürdigkeit und Klarheit demonstrieren. Die Unzufriedenheit der Verbraucher darüber, wie und in welchem Umfang ihre Daten verwendet werden, hat nach unseren Erkenntnissen ein Allzeithoch erreicht. Um in einer Post-DSGVO-Welt erfolgreich zu sein, müssen Marketer ihr Verständnis dafür auch in ihren Maßnahmen unter Beweis stellen, durch sinnvolle, personalisierte Kommunikation an jedem Berührungspunkt."

Zusätzlich zu ihrer Meinung zur DSGVO fragte die Studie mehr als 3.000 Verbraucher aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, wie sie sich angesichts der anhaltenden Schlagzeilen über Datenverstöße in den letzten Jahren fühlen. Etwas mehr als drei Viertel (76 %) gaben an, dass sie besorgt darüber sind, wie ihre persönlichen Daten gespeichert und verwendet werden. Und etwas weniger als drei Viertel (73 %) wünschen sich regelmäßige Informationen über die personenbezogenen Daten, die von den Unternehmen gespeichert werden könnten. Zum Zeitpunkt des Abschlusses der Studie gaben jedoch nur 28 % der Unternehmen an, dass sie vollständig DSGVO-konform sind, obwohl die Frist für die Umsetzung der DSGVO am 25. Mai 2018 endet.

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Um zu verstehen, wie es in Unternehmen aussieht, hat die Studie auch 300 Unternehmen in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich befragt und zwei unterschiedliche Ansätze zur DSGVO aufgedeckt:

1. Marketing First: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (55 %) gaben an, dass sie einen „Marketing First“-Ansatz für die DSGVO verfolgen und Compliance als Chance nutzen, um durch smarteres Marketing Kunden oder Interessenten besser anzusprechen.

2. Legal First: Die restlichen 45 % haben sich darauf ausgerichtet, einen juristischen Ansatz zu verfolgen. Sie tun, was sie tun müssen, um DSGVO-konform zu sein und nutzen anschließend diese Anforderungen, um daran die Marketingstrategie auszurichten.

Beim Vergleich der beiden Ansätze hat die Studie folgendes herausgefunden:

• Von den „Marketing First“-Antwortgebern haben 34 % ihre Prioritäten neu definiert, verglichen mit nur 13 % der „Legal First“-Unternehmen.

• Fast die Hälfte (49 %) hat neue Systeme und Marketinginstrumente implementiert, verglichen mit einem Drittel (33 %) derjenigen, die sich als „Legal First“ identifiziert haben.

• Unabhängig davon, zu welchem Lager die Befragten gehören, wird nicht davon ausgegangen, dass die DSGVO das Geschäft behindert, da 96 % der Organisationen immer noch optimistisch sind, ihre Ziele bis zum Jahresende zu erreichen. (rhh)

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