CRM-Themen auf der IT & Business 2016 und die Digitale Transformation Live-Vergleiche, Fachvorträge, Diskussionen und Workshops zu CRM

23. September 2016

Auf der Fachmesse IT & Business 2016 (vom 4. bis 6. Oktober 2016) sorgt Georg Blum, Geschäftsführer der 1A Relations GmbH, in Stuttgart nicht nur als Referent, Moderator und Anbieter eines Workshops für CRM-Wissen aus erster Hand, sondern organisiert auch erstmals Live-Vergleiche von Systemen für Customer Relationship Management (CRM). Damit erhalten Entscheider in Unternehmen praxisrelevante Möglichkeiten, Tipps für ihre Budgetplanung 2017/18 einzuholen. Weitere Highlights sind die Wahl des ERP-Systems des Jahres sowie das Zusammenspiel von Software-Lösungen im Rahmen der Smart Factory auf der Messe.

CRM-Live-Vergleiche

„Führungskräfte müssen aufpassen, dass sie ihre IT-Landschaft nicht in eine teure Sackgasse steuern. Die Optionen und Möglichkeiten haben so extrem zugenommen, dass eine einzelne Softwareauswahl bzw. die Strategie wesentlich schwieriger ist als früher“, erklärt Georg Blum. Dafür Tipps zu geben, spiegelt sich in seinen Aktivitäten auf der IT & Business wider. In den CRM-Live-Vergleichen im Fachforum „Marketing, Vertrieb & Service“ zeigen täglich an allen drei Messetagen jeweils von 13:00 bis 14:00 Uhr vier Anbieter ihre Lösungen zu vorgegebenen Aufgaben. Folgende Themenschwerpunkte sind geplant:

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•    Dienstag, 4. Oktober: Marketing-Automation und Management einer Multi-Channel-Kampagne (geplante Anbieter sind SugarCRM, Adito, CAS und SAP)
•    Mittwoch, 5. Oktober: Lead-Management mit Fokus auf Adressqualität, Qualifizierung, Angebotsvorbereitung (geplante Anbieter sind Adito, CAS, PiSA sales und SugarCRM)
•    Donnerstag, 6. Oktober: Zusammenspiel ERP/CRM für Angebotskalkulation, Konfigurator und Datenaustausch (geplante Anbieter sind PiSA sales, CAS, Microsoft und SAP).

Die Unternehmen stellen zu einer vordefinierten Story ihre Lösungswege vor, sodass die Besucher erkennen können, welcher Ansatz am besten zu ihnen passt. Im Anschluss an jede Präsentation stellen unabhängige Fach-Moderatoren Fragen und geben Hinweise, worauf Anwender achten sollten. Die wichtigsten Ergebnisse werden in einem PDF zusammengefasst, welches bei 1A Relations am DDV-Stand 1H56 angefordert werden kann.
Der Prozess- und Changemanagement-Experte Sascha Bartloff unterstützt Georg Blum bei allen Live-Vergleichen. Bartloff wird in diesem Zusammenhang auf der Messe als einer von zwei neuen Partnern der 1A Relations vorgestellt und gleich aktiv.

Im Fachforum „Marketing, Vertrieb & Service“ moderiert Georg Blum drei Programm-Slots. Am Dienstag geht es von 10:00 bis 12:00 Uhr um folgende Themen: Georg Blum stellt in seinem Eröffnungsvortrag die Vielzahl der auf dem Markt angebotenen Tools dar. Er beantwortet dabei auch die Frage, wie Anwender aus circa 5.000 Tools weltweit die passenden finden und was dies für die Softwareauswahl bedeutet. Da in jedem Tool Daten anfallen, widmet sich passend dazu Datenschutz- und Social-Media-Experte Dr. Carsten Ulbricht Einschränkungen der EU-Datenschutzgrundverordnung. Andreas Kneiphoff, Experte für Listbroking, beleuchtet, welche Wege es noch gibt, um an valide und nutzbare Daten für das Lead-Management zu kommen. Ab 11:30 Uhr diskutieren die Referenten das Thema mit dem Publikum.

Am Mittwoch stehen von 15:00 bis 17:00 Uhr Content Marketing, Social Media und Loyalität auf der Agenda. „Viel zu oft wird der Blick auf die Anzahl der Neukunden gelegt. Dabei ist es bekanntlich rentabler, die Stammkunden zu binden“, erläutert Georg Blum. Deshalb geht es im Vortrag „Content Marketing im BtB“ um das Wie, beispielsweise darum, wie und mit welchen Tools Unternehmen ein Redaktionskonzept für Content-basiertes Marketing erstellen. Gründer und Konsumentenversteher Markus Roder und Michael Schreiber von Festool diskutieren, wie sich im BtB Social Media erfolgreich einführen und zur Kundenbindung nutzen lassen. Georg Blum diskutiert mit Nina Paar, Digital Marketing Manager bei Grohe, am Beispiel von „Grohe Smart“, was ein erfolgreiches Loyalitätsprogramm ausmacht. Praxis-Beispiele für Kundenbindung durch cleveres Service-Management bildet ab 16:30 Uhr den Abschluss des zweiten Messetages.

Am Donnerstag wartet das Fachforum von 15:00 bis 16:00 Uhr mit dem Thema „Data Driven“ auf. Nach zwei Impulsvorträgen findet eine Podiumsdiskussion statt. Clemens Türk, Mitglied der Geschäftsführung der EBID Service AG, Oliver Heim, ‎Geschäftsführer bei YellowMap local, Prof. Claus Oetter, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Software und Digitalisierung im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau, und Meiner Jacobsen, Geschäftsführer der MarAnCon – Gesellschaft für Marketing, Analyse und Consulting, debattieren mit Georg Blum darüber, was sich aus den vielen Daten im Zeitalter von Big Data und Industrie 4.0 machen lässt.

Als Einstieg in den Messetag hat sich der Early-Bird-Workshop Georg Blum (täglich von 9:15 bis 9:45 Uhr im direkt-Forum) für CRM-Interessenten etabliert. Er gibt viele praktische Tipps und Warnungen vor Stolperfallen. Derart motiviert gehen die Workshop-Besucher mit den richtigen Fragen zu den Anbietern an den Stand. Der Workshop ist kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.

ERP für die Praxis

Prof. Norbert Gronau, Quelle: Landesmesse Stuttgart

Arbeiten, Gesundheit, das Büro und sogar das Essen – zunehmend mehr „Disziplinen“ gibt es in der Version 4.0. Mit ihnen sind viele Buzzwords verbunden. Für die Industrie gilt das besonders. Doch langfristig wettbewerbsfähig bleibt nur, wer neueste wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in sein tägliches Business überführen kann. Dafür bündelt das Center for Enterprise Research (CER) der Universität Potsdam Technologie- und Wissenstransfer aus der Forschung für die Praxis. Am 5. Oktober, 15.30 Uhr, vergibt es im Fachforum „Planung, Produktion & Personal“ auf der IT & Business in Stuttgart zum zehnten Mal Preise für die besten Lösungen für Enterprise Resource Planning (ERP).

Für Gronau steht fest, dass die meisten ERP-Systeme, die in Deutschland angeboten werden, einen sehr hohen Funktionsumfang aufweisen und die Anbieter meist echte Spezialisten für ihre Zielbranchen beschäftigen. Allerdings möchte der Vertrieb immer jedes Projekt gewinnen, auch das, wofür sein Produkt nicht so gut geeignet ist. Deswegen rät Gronau vor einer ERP-Auswahl in Eigenregie ab, da passieren immer noch unglaublich viele Fehler – so seine Erfahrung.

Derzeit beschäftigen sich viele Unternehmen und Experten intensiv mit Industrie 4.0. Das spiegelt sich auf der IT & Business 2016 bei den Ausstellern, den Showcases und in der Open Conference wider. Gronau versteht „Industrie 4.0“ als den Einsatz cyber-physischer Systeme, die über das Internet miteinander verbunden sind und so dezentral Entscheidungen treffen können, die vorher zentral geplant werden mussten. „Diese Entwicklung hat eine sehr große Bedeutung, die sich allerdings nur langfristig erschließen lässt“, mahnt Gronau. „Die Gefahr besteht, dass jetzt alle behaupten ‚Industrie 4.0, das können wir‘ und die Anwender dann feststellen, das stimmt gar nicht und der Begriff dann verbrannt wird.“ Im Potsdamer Anwendungszentrum Industrie 4.0 bringt das CER Anbieter und Fabrik zusammen. „Hier sieht man, was diese Anbieter, z.B. ams.Solution AG (vertreten auf der IT & Business 2016 am Stand 1C13, CSB System, mpdv oder asseco Solutions AG (Stand 1C31), in punkto Industrie 4.0 wirklich können.

Auf das Kernstück der Unternehmenssoftware, das ERP-System, hat das Thema Industrie 4.0 großen Einfluss. Gronau sieht weitere und umfassendere Anforderungen aufkommen, z.B. an das Datenhandling, an Planungsalgorithmen und Datenstrukturen: „Man muss sich aber zunächst die Frage stellen, ob das nur ein ERP-Thema ist. Sobald es in den Bereich Manufacturing Analytics hineingeht, sind ERP-Systeme zwar Datenlieferant, aber die Analysen machen andere Systeme.“

Menschen, Infos und Wissen

Atle Skjekkeland (AIIM), Quelle: Landesmesse Stuttgart

Die digitale Transformation erfasst einen Wirtschaftszweig nach dem anderen und krempelt ihn von Grund auf um. Schätzungsweise 40 Prozent der Unternehmen jeder untersuchten Branche werden sich der Studie „The Digital Vortex: How Digital Disruption is Redefining Industries“ zufolge innerhalb der kommenden fünf Jahre in einem völlig veränderten Wettbewerbsumfeld wiederfinden. Auf der IT & Business in Stuttgart können sich Fach- und Führungskräfte für die Digitalisierung rüsten. Atle Skjekkeland, Senior Vice President der Association for Information and Image Management (AIIM), verdeutlicht, wie es in der „Ära Industrie 4.0“ aussieht und worauf es für Unternehmen in Bezug auf Enterprise Content Management (ECM) ankommt.

„Wir befinden uns an einem Scheitelpunkt der digitalen Revolution, die von Consumerization, Cloud, Mobile und dem Internet der Dinge getrieben wird. Neue und agile „Systems of Engagement“ verändern Kundenservice, Produktivität und Rentabilität. Partner des Beratungshauses Russel Reynolds haben herausgefunden, dass viele Führungskräfte dadurch eine massive Veränderung ihrer Geschäftsmodelle erwarten“, gibt Atle Skjekkeland zu Protokoll. „72 Prozent der Führungskräfte aus dem Bereich Medien, 64 Prozent ihrer Kollegen aus der Telekommunikationsbranche, 61 Prozent aus dem Segment Finanzdienstleistungen für Verbraucher und 57 Prozent der Entscheider aus dem Handel rechnen mit einer moderaten bis massiven Beeinträchtigung in den nächsten zwölf Monaten.“

Dabei habe Industrie 4.0 einen großen Einfluss auf die Geschäftsprozesse. „Alle Organisationen befinden sich auf einer digitalen Reise“, bringt es Skjekkeland auf den Punkt. „IT ist kein Kostenfaktor, sondern eine Chance, um Geschäftsmodelle und Branchen zu sprengen. Auch Unternehmen mit stationären Filialen brauchen ein Online-Engagement-Modell, um Kunden zu bedienen, für die ‚Digital‘ an erster Stelle steht.“ IT-Investitionen bewegen sich, so seine Einschätzung, von Brick-to-Click zu Click-to-Brick – also von ‚offline zu online‘ hin zu ‚online zu offline‘. „Neue ‚Systems of Engagement‘ und ‚Systems of Records‘ müssten damit klarkommen: „Wir müssen Menschen, Informationen und Wissen besser verbinden – während wir Informationssicherheit, Datenschutz und Compliance automatisieren.“

Viele Experten glauben, dass das immer dichtere Vernetzen von IT-Systemen eine Auswirkung von Industrie 4.0 ist. Im Showcase der Smart Factory auf der IT & Business arbeiten erstmals vier Unternehmen zusammen, um Systeme für Enterprise Resource Planning, Enterprise Content Management, Enterprise Information Management und Customer Relationship Management zu präsentieren. Dabei stellt sich die Frage, welches dieser Systeme die Führungsrolle übernehmen soll.

„Forschungen von A.T. Kearney unter 150 CIOs zeigen“, so Skjekkeland, „dass Vertrieb und Kunden im Fokus der meisten IT-Investitionen bis 2020 stehen werden. 61 Prozent der erwarteten Investitionen in IT-Anwendungen werden vertriebs- und kundenorientiert sein, 19 Prozent Produktions- und Lieferketten-orientiert, 14 Prozent getrieben von Verwaltungseffizienz, fünf Prozent von Regulierung und Sicherheit und zwei Prozent von internen IT-Anforderungen“. Daher werde eine valide Antwort sein, dass es in erster Linie um eine Kombination mehrerer Systeme zur Verbesserung der Kundenbindung und -steuerung geht: „Sie benötigen eine Unternehmensstrategie und Systeme, um durch die Verbesserung von Kundennähe und -bindung Umsätze zu steigern.“

Zudem erwartet Skjekkelan, dass Cloud und Mobile nicht nur Information verändern, sondern auch die Vielfalt, das Volumen und die Geschwindigkeit der Anwendungen: „Als Verbraucher können wir Apps für fast alles finden. Den gleichen Trend sehen wir jetzt für Unternehmens-IT mit einer Vielzahl von Cloud-basierten Lösungen. BPM verwandelt sich in Process Services und ECM in Content Services. IT-Abteilungen müssen flexible Cloud-Plattformen mit einsatzbereiten Apps anbieten oder mit den Konsequenzen klarkommen, wenn Mitarbeiter eigene Apps am Arbeitsplatz verwenden (BYOA).“ (rhh)

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