Trends im Bereich der Software-Lizenzierung:Mehr Flexibilität und Kundenfokussierung

23. August 2021

Unternehmen werden ihre digitale Transformation beschleunigen, um in dieser zunehmend vernetzten Welt wettbewerbsfähig zu sein, reicht es also nicht mehr aus, einfach nur Software einzuführen. Die erfolgreichsten Softwareunternehmen werden diejenigen sein, die die sich abzeichnenden Trends und die zunehmende Bedeutung von Abonnementdiensten für die Softwarelizenzierung als integralen Bestandteil der Umsatzsteigerung von Unternehmen erkennen.

Die Covid-19-Pandemie sorgt weiterhin für eine starke Nachfrage nach Software, die sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen zugänglicher sein sollte. Die Einschränkungen bei Reisen und die Richtlinien zur sozialen Distanzierung haben die Nutzung von Technologie und den Arbeitsalltag vieler Organisationen und Beschäftigten von Grund auf geändert.

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In dieser neuen, sich ständig wandelnden Landschaft müssen Dienstleistungen auf eine andere Art und Weise zur Verfügung gestellt werden. Inmitten der geschäftlichen Ungewissheit gibt es eine signifikante Entwicklung bei Unternehmen, die in den Betrieb investieren und dazu übergehen, ihre Lösungen online zu verkaufen.

Während viele Unternehmen bereits auf Abonnementlizenzen umstellen und versuchen, ihre Umsätze durch neue Bereitstellungsmodelle und die Bündelung von Funktionen zu steigern, sind andere erst kürzlich auf den Zug aufgesprungen. Aus diesem Grund erweist sich 2021 als ein bedeutendes Jahr für die Softwarelizenzierung. Es ist zunehmend ein Bereich, den Unternehmen verstehen müssen, um ihre Umsätze nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern für einen langfristigen Aufwärtstrend zu sorgen.

Die Evaluierung und Optimierung ihres Software-Lizenzierungsansatzes kann es Unternehmen ermöglichen, neue und innovative Einnahmequellen zu erschließen, die betriebliche Effizienz zu steigern und Kundeneinblicke zu generieren. Darüber hinaus kann dies angesichts des aktuellen Klimas und der finanziellen Turbulenzen dazu beitragen, zuverlässige und vorhersehbare Einnahmequellen zu schaffen.

Trends in der Software-Lizenzierung

Kampf gegen die Kundenabwanderung: Bei der Abonnementlizenzierung ist eine kontinuierliche Kundenbindung der Schlüssel zum Erfolg. Es geht nicht mehr nur darum, Kunden zu gewinnen, sondern eine dauerhafte Beziehung zu jedem einzelnen aufzubauen, um ihm einen Mehrwert zu bieten und ihn damit zu binden. Dies beginnt mit der Unternehmensstruktur und -kultur.

Vor der Pandemie waren eher hyperfokussierte Unternehmen mit einer traditionellen Organisationsstruktur zu beobachten – wo Kundensupport, Supply Chain und IT allesamt sehr singuläre Funktionen waren. Zukünftig werden sich mehr Unternehmen daran orientieren, wie Kunden ihre Produkte nutzen. Mit Hilfe von Datenanalysen wird dieser Richtungswechsel von einer produkt- zu einer kundenzentrierten Ausrichtung Organisationen in die Lage versetzen, zu verstehen, wo sie in Zukunft investieren sollten. Damit können sie sich auf Bereiche konzentrieren, die für die Kunden tatsächlich von Nutzen sind. Es bedeutet zudem, dass Unternehmen den Kunden kontinuierlich mit neuen Produkten und Dienstleistungen begeistern können. Eine regelmäßige Interaktion aufrechtzuerhalten und die Möglichkeit zu Upselling zu bieten, ist bei einmaligen Transaktionen schwieriger umzusetzen.

Verschiebungen in flexiblen Geschäftsmodellen: Diese Chance zum Upselling führt zur nächsten Veränderung, die für Unternehmen entscheidend ist. Traditionell würden sie mit einem breiten Produktportfolio ihre Waren in einer Lizenzvereinbarung im Stil eines „All-you-can-eat“-Buffets bündeln. Jetzt können Anbieter ihren Kunden Bündel von Produktfunktionen anbieten, die mit einem Lizenzmodell untermauert werden, welches einen Wert schafft, der den Anforderungen des Marktsektors und der jeweiligen Region entspricht.

Unternehmen werden immer mehr Abonnementmodelle einführen, um dem Wunsch der Endkunden nach mehr Auswahl und Flexibilität zu entsprechen. Die Kundenanforderungen und -erwartungen ändern sich, und viele wollen Vorabinvestitionen vermeiden und in der Lage sein, einfach nach oben oder unten zu skalieren. Dieser Wandel bedeutet, dass sich auch die Softwareunternehmen verändern müssen.

Einer der anderen großen Trends bei den Kaufmodellen – vor allem bei der Akquise von Neukunden – wird das Aufkommen von Abonnements sein, die in verschiedenen Leistungsstufen angeboten werden. Von Test- bis hin zu Premium-Modellen hat dies das Potenzial, die Kostenbarriere zu senken und es mehr Kunden zu ermöglichen, zu geringeren Kosten einzusteigen, die Vorteile zu erleben und dann, wenn sie einen Nutzen daraus ziehen, auf ein höheres Angebot mit mehr Funktionen umzusteigen. Dies ermöglicht es den Unternehmen auch, diese neuen Funktionen durch Upselling zu verkaufen und ihre Umsatzbasis zu vergrößern.

Fusionen und Übernahmen führen das Feld an: Da Unternehmen weiterhin vor schwierigen Entscheidungen stehen, um in einer Post-Covid-19-Landschaft zu überleben, werden Fusionen und Übernahmen (M&A) im Jahr 2021 in die Höhe schnellen, da einige Branchen darum kämpfen, sich über Wasser zu halten, und größere Unternehmen versuchen, ihre Position durch die Übernahme anderer zu festigen. Die Post-M&A-Integration von Organisationen kann jedoch komplex sein.

Um aus diesem neuen Trend als Sieger hervorzugehen, müssen Unternehmen sicherstellen, dass es einen zentralen Ansatz für Richtlinien und Verfahren rund um die Softwarelizenzierung gibt. Dazu gehört ein konsistenter Ansatz für die Bereitstellung, Berechtigung und Lizenzierung von Software, der ein schnelles Onboarding von Produkten aus übernommenen Unternehmen in die Hauptorganisation ermöglicht. Dabei werden alle Komponenten zusammengeführt, was die Effizienz und Skalierbarkeit des Unternehmens steigert.

Ansgar Dodt ist Vice President Strategic Development bei Thales DIS CPL.

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