Im Trends: Everywhere-Commerce, Mobile Shopping und Individuality So werden Webshops 2016 noch erfolgreicher

12. Januar 2016

Das  E-Commerce-Segment in Deutschland kann auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken. Laut den Angaben von Internetworld wurden 52,8 Milliarden Euro umgesetzt – mehr als je zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Onlineshopping damit noch einmal um fast 20 Prozent zugelegt. Damit Webshops auch weiterhin im Wettbewerb bestehen können, ihre Conversion Rate maximieren und somit auf Erfolgskurs bleiben, gilt es für sie, die Branchen-Herausforderungen zu kennen.

Mobile Web

Dass die mobile Internetnutzung auf dem Vormarsch ist, ist zwar kein Geheimnis mehr. Immer mehr Anwender surfen über Smartphones und Tablets im Web; der klassische Desktop tritt in den Hintergrund. Somit steigt auch die Zahl der Nutzer, die mobil in Webshops einkaufen.

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Das erweist sich als ein deutliches Signal für alle E-Commerce-Betreiber, ihre Seite für mobile Nutzung zu optimieren. Schließlich sollte dem Benutzer auf dem kleinen Display das gleiche komfortable Einkaufserlebnis ermöglicht werden. Denn es gilt bei Webshops mehr denn je, die höchstmögliche Conversion Rate zu erzielen.

Der eigene Webshop bildet für viele Unternehmen das Zentrum des Business. Doch damit allein ist es 2016 nicht mehr getan. Der Trend geht hin zum Everywhere-Commerce: Jeder Berührungspunkt mit einem potenziellen Kunden sollte dazu genutzt werden, um ihn zum Einkaufen zu animieren. Soziale Netzwerke wie Instagram bieten bereits die Möglichkeit, „Buy“-Buttons zu implementieren, über die man abgebildete Produkte direkt kaufen kann. Weitere Anbieter werden nachziehen und so für einen wahren Multi-Channel-Commerce sorgen.

Wünsche von den Augen ablesen

Obwohl sich viele Webshops auf die Fahnen schreiben, ihre Kunden mit gutem Service zu betreuen, tun es tatsächlich nur wenige. 2016 gilt es, sich umso mehr auf den Benutzer zu konzentrieren und ihm durch nützliche Services ein nie erlebtes Online-Shopping-Erlebnis zu ermöglichen. Hierzu zählen zum Beispiel individuelle und intelligente Produktempfehlungen oder die Möglichkeit, sich den Warenkorb per Mail zusenden zu lassen, um so den Einkauf später – zu einem Zeitpunkt seiner Wahl – mit nur einem Klick fortzusetzen zu können. Außerdem ist es ratsam, dem Nutzer jederzeit die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen oder ihm zu jedem Schritt des Bestellprozesses auf Wunsch Informationen in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. So werden Kunden glücklich gemacht und Kaufabbruch wird reduziert.

Eine möglichst schnelle Lieferung gehört im E-Commerce seit jeher zum Standard. Mit Angeboten wie Same-Day-Delivery oder einem individuell definierten Zeitfenster bei der Lieferung kann man seine Kunden allerdings noch begeistern und sich von der Konkurrenz absetzen – schließlich gewöhnen sich die Menschen immer mehr an eine „sofortige Wunscherfüllung“. Es wird zunehmend wichtiger, eine verlässliche und schnelle Lieferkette aufzubauen, um dem Kunden die Ware möglichst noch am gleichen oder am nächsten Tag liefern zu können. Die Beliebtheit spezieller Lieferoptionen, wie etwa beim Branchenprimus Amazon, zeigen, in welche Richtung der Trend geht.

Individuelle Betreuung

Noch immer ist ein Vorteil des stationären Handels der persönliche Kontakt und das individuelle Eingehen des Verkäufers auf den Kunden. Webshops müssen hier nachziehen, um Nutzer zu Käufern zu machen. Hierzu zählen zum Beispiel individuelle Produktempfehlungen auf Grundlage der aktuellen Suche, vorheriger Käufe oder auch Empfehlungen anderer Nutzer.

Eine persönliche Ansprache gibt jedem Nutzer das Gefühl, individuell betreut zu werden. Spezielle Rabatte oder Angebote, die nur an den jeweiligen Nutzer ausgespielt werden, erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern sorgen überdies für eine Steigerung der Conversion Rate und legen den Grundstein für eine langfristige Kundenbeziehung.

„In den letzten Jahren haben sich schon einige Trends angedeutet, die in diesem Jahr so richtig Fahrt aufnehmen werden. Wurden 2015 noch die Weichen gestellt, können Everywhere-Commerce, Mobile Web & Co. nun von den E-Commerce-Betreibern erfolgreich und gewinnbringend eingesetzt werden. Es lohnt sich für Webshops, den Markt auf Technologie-Innovationen hin zu beobachten, die für möglichst viele Berührungspunkte zwischen Webshop, sozialen Netzwerken und potentiellen Käufern sorgen. Denn trotz des großen Umsatzwachstums im E-Commerce müssen Onlinehändler am Ball bleiben, um ihre Kunden auf sich aufmerksam zu machen, sie zu überzeugen und sie im Idealfall zu Stammkunden zu machen“, erklärt Oliver Graf, Geschäftsführer der Ve Interactive DACH GmbH. (rhh)

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