End of Support für SQL Server 2008 und Windows Server 2008Die richtigen Schritte einschlagen

8. April 2019

Die Zeit läuft: Microsoft beendet den Support für SQL Server 2008 am 9. Juli 2019, der Support für Windows Server 2008 läuft am 14. Januar 2020 aus. Das bringt Veränderungen und Nachteile, bietet gut vorbereiteten Unternehmen aber auch viele Möglichkeiten. Daher sollten in den betroffenen Unternehmen die richtigen Schritte eingeschlagen werden.

Durch den End of Support (EOS) verlieren Unternehmen in Zukunft Zugriff auf kritische Sicherheits-Updates. Hinzu kommen negative Auswirkungen auf die Compliance sowie zusätzliche Kosten- und Sicherheitsrisiken. Ohne Support kann ein Unternehmen die Standards und branchenspezifischen Vorschriften nicht erfüllen.

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Dies kann sogar zu Geldstrafen wegen Nichteinhaltung und zu hohen finanziellen Schäden führen. Darüber hinaus dürften die Wartungskosten steigen, da der Betrieb von veralteten Servern, Firewalls und Intrusion-Systemen immer schwieriger wird. Abwarten und ausharren ist also keine Option. Mit einer sorgfältigen Planung hingegen lässt sich der EOS als Chance für einen Neuanfang und weitere Fortschritte bei der Digitalisierung nutzen.

Chancen zur IT-Transformation und -Modernisierung nutzen

Unbestritten ist, dass der SQL Server 2008 unglaublich erfolgreich war. Im Jahr 2008 sorgte diese Datenplattformlösung für große Fortschritte bei geschäftskritischen und Business Intelligence-Funktionen. Heute stehen allerdings mit SQL Server 2016 und 2017 weiterentwickelte Lösungen bereit, die auch die Gesamt-IT-Kosten senken.

Der erste Schritt ist daher den aktuellen Status zu beurteilen und zu klären, was der EOS für das Unternehmen bedeutet. Externe Partner stehen dazu bereit, um die beste Option aufzuzeigen und den Übergang so nahtlos wie möglich zu gestalten.

Die Migration auf SQL 2016/2017 oder Windows Server 2016/2019 im eigenen Rechenzentrum oder auf Azure kann der Beginn einer digitalen Transformation sein, die die Geschäftsabläufe optimiert. Unternehmen profitieren dabei von branchenführender Performance, End-to-End Mobile Business Intelligence, integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) und einer Auswahl an Sprachen und Plattformen, die die Migration erleichtern. Mit kostenlosen erweiterten Updates können Firmen dazu Kosten senken und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen. SQL 2016 bietet zudem die Möglichkeit, die Time-to-Market bei der Entwicklung neuer Anwendungen und Dienste deutlich zu verkürzen.

Eine Cloud-Lösung ist die Grundlage für den Wechsel von isolierten Methoden zu einem kooperativeren Ansatz, bei dem Entwicklung und Hosting zusammenarbeiten können. Dadurch beschleunigt sich die Erstellung neuer, innovativer Produkte und Lösungen. Hinzu kommt, dass die Migration in die Cloud verglichen mit On-Premise- und Hosted-Lösungen deutlich mehr Umsatz pro Mitarbeiter und einen hohen ROI verspricht.

So funktioniert der rechtzeitige Umstieg

In Abstimmung mit einem erfahrenen und zertifizierten Partner lässt sich ein 8-Schritte-Plan aufstellen, mit dem Unternehmen für den bevorstehenden EOS gut gewappnet sind. Jeder Schritt dieses Prozesses sollte dabei vom Unternehmen validiert und freigegeben werden.

  • Pre-Engagement: Stellt sicher, dass der Arbeitsumfang allgemein verstanden wird und die richtigen Ressourcen aufeinander abgestimmt sind. Enthält eine Bewertung der Migrationsbereitschaft Ihres Unternehmens.
  • Bewertung: Bewertung der aktuellen Umgebung vor der Migration. Professionelle Detail-Analyse, die alle Abhängigkeiten, Services und Anwendungen aufzeigt.
  • Design: Optimale Migrationsstrategie, die für jeden Workload auf der Grundlage von branchenpezifischen Erfahrungen entwickelt wurde.
  • Planung: Erstellung eines Migrationsplans, um vordefinierte Schritte mit planbaren Kosten zu gewährleisten. Detaillierter Zeitplan, um Betriebsunterbrechungen und das Risiko von Ausfallzeiten zu minimieren.
  • Build und Implementierung: Direkte Zusammenarbeit mit Plattform-Build-Teams, um eine korrekte Plattform-Konstruktion zu gewährleisten.
  • Migration: Durchführung einer sicheren und geordneten Migration anhand von Best Practices über eine Reihe von Technologien und Testverfahren hinweg.
  • Hyper Care: Die Migration wurde auf Basis der definierten Erfolgskriterien validiert. Enthält Healthchecks zur Sicherstellung von Stabilität und Kontinuität in der Zeit unmittelbar nach der Migration.
  • Abschluss: Abschließende Analyse und Erkenntnisse zur Verbesserung zukünftiger Schritte.

Handeln, transformieren und profitieren

In jedem Fall müssen Unternehmen jetzt handeln und über ihre künftigen Schritte entscheiden. Auch wenn man zunächst auf dem 2008 Server bleiben und erst nach den drei Jahren zusätzlichem Support auf Azure wechseln will, muss diese Entscheidung hinreichend durchdacht und kalkuliert werden. Keine Option ist es, sich zu verzetteln und angesichts der bevorstehenden Auslauffristen Dinge aufzuschieben oder tatenlos zu verharren.

jens puhle
Jens Puhle ist Sales Director Germany bei Rackspace, Quelle: Rackspace

Generell gilt: Um morgen erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen heute Schritt halten und frühzeitig neue Technologien einsetzen. Das Ende des Supports für SQL und Windows 2008 rückt näher und bietet damit die Chance zu einer Transformation. Diese kann intern bewältigt werden oder durch die professionelle Unterstützung eines Managed Service Providers bei Planung und Architektur sowie direkt bei der Migration und der laufenden Optimierung. Diese Entscheidung hängt auch von den eigenen IT-Ressourcen und -Kapazitäten ab. Unternehmen, die strategisch und rechtzeitig handeln, haben die meisten Optionen und werden die für sie profitabelsten Lösungen finden. Dies zeigen auch Praxisbeispiele von Unternehmen, die den Wechsel bereits durchgeführt haben.

Jens Puhle ist Sales Director Germany bei Rackspace.

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