Experten-Tipps für CIOs im Jahr 2020:Digitale Transformation allein reicht nicht aus

2. Dezember 2019

In den letzten zwei Jahren haben viele CIOs den strategischen Übergang zur Steuerung ihrer Organisation durch die digitale Transformation begonnen. Ein „Möglichmacher“ für das Unternehmen zu werden, ist eine relativ einfache Entwicklung, aber was das Unternehmen wirklich braucht, ist der technisch versierte Visionär. Konzentriert sich ein CIO ausschließlich auf die digitale Transformation, läuft er Gefahr, das Gesamtbild aus dem Blick zu verlieren. Doch wer als CIO Wert darauf legt, mehr als nur digitale Transformation zu leisten, etabliert sich als Vorreiter in Sachen Geschäftsinnovation.

Die Nutzung innovativer technologischer Projekte, um das Unternehmen stetig weiterzuentwickeln – so lautet der eigentliche Weg, um als CIO voranzukommen. Projekte und Initiativen, die beispielsweise das Potenzial von Business Intelligence und Analytics, Public Cloud, IoT und KI/ML nutzen, ermöglichen es einem Unternehmen, für die Kunden relevant zu bleiben und sich von Mitbewerbern abzuheben.
CIOs sollten diese Innovation im Unternehmen in drei Schritten vorantreiben:

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  • Weiterentwickelung des Unternehmens mit Hilfe von Technologie,
  • erfolgreiche Umsetzung dieser Projekte sowie
  • unternehmensweite Skalierung der Projekte.

Der dritte Schritt ist der schwierigste: Viele CIOs sind versiert darin, eine Handvoll kleinere Projekte zu starten. Der Stolperstein ist jedoch oft der Versuch, diese Projekte dann zu skalieren, um größeren Nutzen daraus zu ziehen. Ein Versäumnis bei frühen Projekten ist völlig in Ordnung, vorausgesetzt, es werden Erfahrungen gesammelt und zukünftige Projekte profitieren davon.

Da die Technologie für den Erfolg der größten Unternehmen der Welt immer wichtiger wird, hat der CIO nun genügend Möglichkeiten (sowie ein Mandat von CEO und Vorstand), sein Unternehmen mit Hilfe der IT zu prägen. Erfolgreiche Unternehmen haben digitale Initiativen in jeden Aspekt ihrer Transformation integriert.

Die erfolgreichsten CIOs finden aktiv Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens, die Veränderungen anstreben und sich an die Spitze der innovativsten Projekte stellen. Mit jedem Projekt bauen sie ihren Ruf als digitaler Navigator auf, rechtfertigen ihr Budget und setzen die methodische Transformation ihres Unternehmens fort, um ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

Der ständige Druck auf Zeit und Budget droht jedoch die bloße Initiierung solch innovativer Projekte zu behindern. In IT-Teams auf der ganzen Welt werden 70 Prozent der Arbeitszeit einer typischen IT-Abteilung für Aufgaben aufgewendet, nur um das Geschäft zu betreiben. Dies bedeutet, dass der typische IT-Shop oft nur einen Tag pro Woche für Projekte zur Verfügung hat. Zu diesen Projekten gehören Ausschreibungsprozesse, technologische Aktualisierungen und Migrationen, die nur sehr wenig Zeit für Innovationen und Veränderungen lassen.

Die Summe der Aufwände

So summieren sich beispielsweise zwei Stunden pro Tag, die im reaktiven Modus für die Verwaltung von Speicherplatz oder die Behebung fehlgeschlagener Backups anfallen, schnell auf mehr als einen Tag pro Woche. Wenn das jedoch gleichbedeutend ist mit der Zeit, die für die Fortführung innovativer Projekte aufgewendet werden könnte, wird plötzlich dieser Tag (oder eineinhalb Tage) zu einer großen Sache. Wenn die Ressourcen bereits voll ausgelastet sind und die Aussicht auf einen zusätzlichen Personalbestand gering ist, wie ist es dann um langfristige strategische Projekte bestellt?

Etwa 75 Prozent der CIOs, die mit der Priorisierung von Budget und Strategiefindung konfrontiert sind, werden die Ausgaben für Infrastrukturen kürzen, in Zeiten, in denen eine Modernisierung am dringendsten erforderlich ist. Das wertvollste Gut im IT-Team ist Zeit, und die taktische Rationalisierung von Altlasten zur Reduzierung der Gemeinkosten ist der Weg dorthin.

Anwendungen verbrauchen über 40 Prozent der Zeit des Teams, wobei die Infrastruktur je nach Umgebung wahrscheinlich etwa 15 bis 25 Prozent ausmacht. Viel einfacher ist es, die Infrastruktur zu modernisieren, als sich auf die ständige, langwierige Suche nach Hunderten von Anwendungseignern zu begeben. Es geht hier nicht um Prozentpunkte, sondern um mehr Zeit für Transformationsprojekte.

Automatisierung und Vereinfachung entscheiden

Die Lösung liegt in der Automatisierung und Vereinfachung. Daher sollte die Technologie die sich wiederholenden Funktionen übernehmen, damit das IT-Team das nicht tun muss. Durch die Automatisierung wichtiger Aufgaben wie Backup und Datenmanagement können die banalen Teile der Arbeitsbelastung einer IT-Abteilung an die Technologie selbst ausgelagert werden.

Eine Cloud Data Management-Lösung kann die Infrastruktur vereinfachen, Routinefunktionen automatisieren und letztendlich die Zeit des IT-Teams für innovative Projekte freisetzen, die für das Unternehmen wirklich wichtig sind. Die Einführung einer solchen Lösung modernisiert das Unternehmen und erhöht gleichzeitig das Potenzial und die Produktivität des IT-Teams.

CIOs haben eine vielversprechende Chance, wenn sie in der Lage sind, ihr Unternehmen mit Hilfe von Technologie wettbewerbsfähig zu machen und zu differenzieren. Da der Geschäftserfolg zunehmend auf Technologie angewiesen ist, wird sich dieser Trend nur noch fortsetzen.

Robert Rhame ist Director Market Intelligence bei Rubrik.

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