Digitalisierungsstau erhöht Unternehmensrisiken

16. November 2016

Mit 52 Prozent glaubt über die Hälfte der Firmenchefs, in fünf Jahren gäbe es ihr Unternehmen in seiner derzeitigen Form vermutlich nicht mehr. Grund dafür sind die Folgen der digitalen Revolution. Das ist ein Ergebnis einer weltweiten Studie von Fujitsu. Während sich nahezu alle (98 Prozent) darüber im Klaren sind, dass ihr Unternehmen bereits von der Digitalisierung beeinflusst wird und sich daran auch so schnell nichts ändert, glauben 92 Prozent, dass sie sich noch wesentlich besser darauf einstellen müssen. Immerhin zwei Drittel sind der Überzeugung, dass sich ihre jeweilige Branche bis 2021 entscheidend verändern wird.

Wer ist die treibende Kraft in den Unternehmen, wenn es um die Adaption der Digitalisierung beziehungsweise den Umgang mit ihren Folgen geht? Nach Angaben von 45 Prozent ist es die Unternehmensführung oder das Top-Managementteam. Die maßgeblichen externen Faktoren sind die Kunden (45 Prozent der Nennungen) und die Wettbewerber (31 Prozent). Auf die Frage, wer an der Spitze des digitalen Wandels in der jeweiligen Branche steht, verweisen gerade einmal 12 Prozent auf sich selbst. Ganze 45 Prozent hingegen führen hier vor allem Start-ups und Organisatoren außerhalb ihrer Branchen auf.

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Obwohl die Führungskräfte einen dramatischen Wandel innerhalb der nächsten Jahre erwarten, glauben 72 Prozent, dass die Digitalisierung vor allem interessante neue Möglichkeiten bietet, 80 Prozent halten sie für einen positiven Treiber. Dies führt einmal mehr dazu, dass Geschwindigkeit zu den am stärksten erfolgsrelevanten Kriterien gehört. 71 Prozent der Befragten würden sich eine schnellere Innovationstaktung für ihre Firma wünschen. Am stärksten trifft das auf finnische Umfrage-Teilnehmer zu (97 Prozent), am wenigsten auf spanische (36 Prozent).

Die Frage, was dazu denn nötig ist, beantworteten 72 Prozent mit mehr strategischen Kollaborationen, insbesondere mit solchen Organisationen, die über ergänzende Kompetenzen in Punkto Digitalisierung verfügen. Ganze 73 Prozent glauben an die entscheidende Rolle der Technologie, 67 Prozent setzen auf die Unterstützung externer Technologie-Experten.

Censuswide führte im September 2016 die quantitative Studie durch und befragte 1.180 Führungskräfte und Entscheidungsträger aus mittelständischen und großen Unternehmen aus dem öffentlichen Sektor, dem Finanzsektor, Einzelhandel und dem produzierenden Gewerbe. Die Studienteilnehmer haben sich nach Land wie folgt zusammengesetzt: Deutschland – 152, USA – 210, Großbritannien – 156, Australien- 152, Spanien –150, Frankreich – 150, Italien – 150 und Finnland – 30. (rhh)

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