Einkaufsabteilungen wollen elektronische Lieferantenanbindung verbessern

30. November 2015

Mit dem Stand der Abläufe in den Einkaufsabteilungen großer und mittelständischer Unternehmen und deren Vernetzung mit anderen Unternehmensfunktionen, der Anbindung der Lieferanten, aber auch den Schwachstellen und künftigen Planungen hat sich das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk in seiner aktuellen Studie „Procurement-Check 2015“ befasst.

„Erst der Einkauf ermöglicht, dass sich die Suppy Chain füllt, auch wenn sie bisher nur selten in die Planungen zu Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge eingebunden ist“, beschreibt Mario Zillmann, Leiter Professional Services und Studienautor, die Situation. „Hier gibt es noch viel Potenzial für Verbesserungen.“ Zwar setzen Unternehmen bereits ein großes Spektrum an elektronischen Systemen zur Unterstützung des Einkaufs ein, die von großen ERP-Systemen über OCR-Schnittstellen bis hin zu spezialisierten E-Procurement-Lösungen reichen. Aber noch immer wird häufig auf Fax, Post oder E-Mail zurückgegriffen.

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„Natürlich ist es eine große Erleichterung für die Unternehmen, wenn ein Großteil der Standardeinkäufe, bezogen auf die Stückzahl der Bestellungen oder gemessen am Warenwert, elektronisch und automatisiert abgewickelt werden kann“, so Zillmann weiter. „Eine vollständige Automatisierung lässt sich aber nicht erreichen, wenn nicht alle Lieferanten angebunden sind.“

Für die im Rahmen der Studie befragten Einkaufsleiter stehen daher die Optimierung der Organisation und die Verbesserung des Datenaustauschs im Unternehmen und mit den Lieferanten auf ihrer künftigen To-do-Liste weit oben. Nahezu alle Studienteilnehmer wollen die elektronische Anbindung der Lieferanten in Zukunft deutlich verbessern, werden dabei aber auch Forderungen stellen, zum Beispiel bezüglich der Zusammenarbeit, der technischen Compliance und der Lieferung von zusätzlichem Nutzen. Verweigern können sich die Lieferanten dieser engeren Anbindung kaum. Offenkundig wird das Kriterium immer wichtiger bei der Vorauswahl der Lieferanten; technische Vorbehalte einer Anwendung werden nur selten noch akzeptiert. (rhh)

Hier geht es zur kostenlosen Lünendonk-Studie „Procurement-Check 2015“

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