Online-Benchmarking Tool zeigt Digitalisierungssituation

22. Juni 2016

Wer hat schon eine Ahnung davon, wie weit die Digitalisierung das eigene Unternehmen bereits erfasst hat. Inwieweit sind die individuellen Büro- und Verwaltungsprozesse bereits digital unterstützt und vernetzt? Aufschluss liefert der Bitkom Digital Office Index. Dieser berechnet sich anhand von Faktoren aus drei Teilbereichen: den personellen und technischen Digitalisierungsvoraussetzungen, dem Digitalisierungsfortschritt – hier werden Indikatoren wie die Nutzung von Software-Lösungen oder die Art und Weise der Rechnungsstellung abgefragt – sowie den Auswirkungen und Perspektiven der Digitalisierung – hier stehen z.B. Investitionsabsichten oder Hürden im Mittelpunkt.

Die Studienergebnisse des Bitkom identifizieren hier vier Nutzertypen, die ähnliche Indikatoren aufweisen: Die „Vorreiter“, die Nutzergruppen „überdurchschnittlicher Fortschritt“ und „unterdurchschnittlicher Fortschritt“ sowie die Gruppe der „Nachzügler“. Die ersten beiden Gruppen gehen ihr Digitalisierungsvorhaben in der Regel strategisch an. Sie haben mit der Digitalisierung der Papierakten bereits begonnen, einige größere Unternehmen haben sie gar abgeschlossen. In die Gruppe der „Vorreiter“, die einen überdurchschnittlichen DOI Wert von 64 Punkten aufweisen, ordnen sich 9 Prozent der Studienteilnehmer meist aus dem Bereich der wissensintensiven Dienstleister (größer als 500 Mitarbeiter) ein. 41 Prozent der Nutzergruppe „überdurchschnittlicher Fortschritt“ haben einen DOI-Wert von 54, hier finden sich viele mittlere Unternehmen (100 bis 499 Mitarbeiter) u.a. aus den Branchen IT- und Beratung, Automobilindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau.

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Die beiden letzten Gruppen haben sich mit dem Thema „Digitalisierung“ noch nicht ausreichend auseinandergesetzt, sie verfolgen in der Regel keine Strategie und haben auch keinen hauptverantwortlichen Kopf für dieses Thema festgelegt. Die Digitalisierung von Dokumenten befindet sich noch in den Kinderschuhen, auch das elektronische Versenden von Rechnungen hat sich noch nicht durchgesetzt. Jedoch äußern diese beiden Gruppen auch die höchsten Investitionsabsichten. Hier ordnen sich v.a. kleinere Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern ein, ihr DOI ist kleiner als 48. Überdurchschnittlich oft findet man hier Unternehmen aus dem Umfeld Transport und Logistik; Unternehmen aus den Branchen Chemie, Pharmazie und Lebensmittel ordnen sich überdurchschnittlich oft in die Gruppe der „Nachzügler“ ein, deren DOI unter einem Wert von 39 liegt.

Mit dem Online-Benchmarking-Tool der Trovarit kann jedes Unternehmen ab sofort seinen eigenen Digital Office Index Wert messen, um so schnell festzustellen, in welche Gruppe der Nutzertypen man sich einordnet. Der DOI verrät, ob man hinsichtlich des Digitalisierungsfortschritts zu den Durchschnittsunternehmen gehört oder vielleicht seinen Marktbegleitern bereits einen Schritt voraus ist. (rhh)

Hier geht es zum Benchmark-Tool zum Bitkom Digital Office Index

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