Ausfallsicheres Fahrgast-WLAN in Bus und BahnVernetzt besser unterwegs

20. April 2021

Viele Mitarbeiter nutzen für Dienstreisen gerne öffentliche Verkehrsmittel, da es komfortabler ist, als mit dem eigenen Auto zu fahren. Hinzu kommt, dass man die Zeit sinnvoll nutzen kann, um unterwegs zu arbeiten. Das geht natürlich nur dann, wenn eine stabile Internet-Verbindung vorhanden ist, die das Bearbeiten von Mails, Präsentationen usw. erlaubt.

Die meisten mobilen Mitarbeiter haben zwar auch ein Smartphone dabei, über das sie einen Hotspot aufmachen könnten, jedoch verbraucht dies enorm viel Datenvolumen und funktioniert nicht immer einwandfrei. Außerdem hat nicht jeder Mobilfunkanbieter überall ein gutes Netz.

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Sollte also kein unterbrechungsfreies, öffentliches WLAN durch einen Multi-LTE-Router in Bus und Bahn vorhanden sein, sind die Fahrgäste oftmals unzufrieden und überlegen sich vielleicht, ob sie wirklich mit diesen Verkehrsmitteln fahren sollten. Funktioniert das angebotene WLAN und dadurch das Arbeiten von unterwegs aus allerdings, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Passagiere auch beim nächsten Mal wieder für die Reise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel entscheiden.

Im Jahr 2019 nutzten rund 11,6 Milliarden Fahrgäste den ÖPNV in Deutschland. Das bedeutet, dass jeden Tag ca. 20 Millionen Autofahrten auf deutschen Straßen durch Bus und Bahn ersetzt wurden. Das liegt nicht nur daran, dass das Umweltbewusstsein in der Gesellschaft gestiegen ist.

Auch die Tatsache, dass man als Fahrgast im Bus oder in der Bahn Zeit dazu hat, wichtige Dinge für die Arbeit zu erledigen, führt zunehmend zum Verzicht auf die Fahrt mit dem eigenen Auto. Steht beispielsweise ein Geschäfts-Meeting bevor, auf dem man einen Vortrag halten muss, bietet sich während der Bus- oder Zugfahrt die Gelegenheit, die Präsentation noch einmal durchzugehen und sich intensiv vorzubereiten.

Öffentliches WLAN: jeder profitiert

Von einem öffentlichen WLAN in Bus und Bahn profitieren nicht nur die Fahrgäste. Zum einen können durch die Bereitstellung eines funktionierenden Netzes Beschädigungen der Fahrzeuge durch Insassen deutlich reduziert werden. Außerdem ergibt sich ein großer Wettbewerbsvorteil: Wenn Anbieter in Lösungen investieren, die eine sichere Verbindung gewährleisten, erhalten sie bei der Nutzung durch die Passagiere wichtige Betriebsdaten.

Dazu gehören zum Beispiel Informationen wie die Anzahl der Fahrgäste, deren Datennutzung oder Geodaten. Mit diesen Details können die Anbieter unter anderem sehen, ob alles so läuft wie gewünscht oder ob Verbesserungen in bestimmten Bereichen notwendig sind. Fällt zum Beispiel auf, dass das Fahrgastaufkommen zu einer bestimmten Uhrzeit – etwa zu Stoßzeiten im Berufsverkehr – immer besonders hoch ist, lassen sich entweder größere Fahrzeuge einsetzen, die mehr Platz bieten, oder in kürzeren Zeitabständen mehrere Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können Anbieter das Netz zu Marketingzwecken nutzen, indem sie Apps bereitstellen, die beispielsweise Fahrpläne oder Verspätungen anzeigen.

Mit modernen Router-Lösungen die richtigen Weichen stellen

Bietet man ein öffentliches Fahrgast-WLAN in Bus und Bahn an, gibt es aber ein paar essenzielle Punkte zu beachten. Zunächst sollte man wissen, dass der Betreiber selbst haftet. Folglich gilt es, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, die unterbinden, dass Passagiere während einer Reise im Netz Schadsoftware oder schadhafte Codes installieren, die sich dann verbreiten können. Viele Router haben dazu bereits eine Technologie integriert, die entsprechendes schadhaftes Nutzerverhalten verhindert.

Des Weiteren müssen WLAN-Router regelmäßig administriert werden. Das heißt, dass beispielsweise regelmäßige Updates und Wartungsarbeiten notwendig sind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine Lösung zu wählen, mit der sich Admin-Aufgaben remote erledigen lassen. Mit einer geeigneten, Cloud-basierten Management-Plattform ist dies problemlos möglich.

Bei der Wahl der Hardware sollte zudem darauf geachtet werden, dass sie für den Transport geeignet ist. Inzwischen gibt es einige moderne Router, die mit einem kompakten Formfaktor, simultanen Dual-Band-11ac-WLAN und integrierten LTE-Modem schnelle und zuverlässige Konnektivität durch einen WLAN-Hotspot bereitstellen.

Mit zusätzlichen High-Gain-Mobilfunkantennen und GPS-Antennen auf dem Dach der Fahrzeuge lässt sich eine optimale Signalqualität erzielen. Dieses Signal kann dann von einer Richtungsantenne an die Fahrgäste gesendet werden. Folgende Welche Vorteile bieten moderne Router-Lösungen im ÖPNV:

  • Fahrgast-WLAN mit bis zu 4 LTE-Verbindungen pro Router,
  • Kommunikation mit bestehenden Systemen über die API der Managementplattform,
  • Informationen über das Kundenverhalten,
    Anbindung an einen Anzeigen-Server, um mittels Werbung Gewinne zu erzielen,
  • Anpassung des Captive-Portals (Zugangsportal zum WLAN) an das Corporate Design,
  • Social-Media-Login (z.B. Facebook etc.),
  • GPS-Flottenverfolgung: Überwachung und Überprüfung von Geschwindigkeit, Standort und gefahrener Strecke jedes Fahrzeugs sowie
  • Ausleuchtung der LTE-Verfügbarkeit an der Strecke.

Nadir Yilmaz ist Geschäftsführer der Vitel GmbH

Vitel GmbH

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