SEO-Tipps für Corporate Websites auf WordPress-BasisHohe Besucherzahlen erzeugen

28. Januar 2022

Was kann man tun, damit sich eine WordPress-Website bei Google & Co. durchsetzt und für ordentliche Besucherzahlen aus den organischen Suchergebnissen sorgt? Im Folgenden geht es genau um die passenden SEO-Handgriffe, die ein WordPress-Projekt ganz nach vorne bringen!

Lange vorbei sind die Zeiten, in denen man WordPress „nur“ für Blogs, private Homepages oder (höchstens) kleinere Webprojekte einsetzen konnte, ohne Gefahr zu laufen, schräge Blicke von anderen IT-Kollegen zu erhalten. Heute hat sich das praktische Content-Management-System (CMS) mit der grafischen

Benutzeroberfläche zum absoluten „Goldstandard“ unter den Website-Systemen gemausert.
Kein Wunder also, dass auch viele andere große und kleine Unternehmensauftritte, Webprojekte und Onlineshops das erfolgreichste Content-Management-System der Welt nutzen. Die Vorteile für Webdesigner, Programmierer und Webmaster sind vielfältig. So lassen sich komplette Unternehmenswebsites oder E-Commerce-Projekte in nur wenigen Stunden bis Tagen mithilfe vorgefertigter Templates und einer schier endlosen Anzahl an leistungsfähigen Plugins aufsetzen und befüllen. Das Verwalten einer fertigen WordPress-Installation fällt danach auch technischen Laien und Content-Management-Anfängern besonders leicht – und das sogar ganz ohne Vorkenntnisse.

Bleibt nur die Frage: Was kann man tun, damit sich die eigene WordPress-Website trotz all der technisch ähnlich aufgebauten Konkurrenz am Ende auch bei Google & Co. durchsetzt und für ordentliche Besucherzahlen aus den organischen Suchergebnissen sorgt? Kurze Ladezeiten, Erste-Seite-Suchmaschinenrankings und zufriedene Onlineuser stellen mit der richtigen WordPress-SEO auch für „Nicht-Suchmaschinenoptimierer“ eine zu meisternde Aufgabe dar.

WordPress-Webserver auswählen und konfigurieren

Die Wahl des geeigneten Webservers oder Webhostings ist nicht nur wichtig, sondern entscheidet meist bereits über Erfolg oder Misserfolg eines Webprojektes bei Google, Bing und in anderen Suchmaschinen. Dabei muss es aber nicht unbedingt der teure Kauf- oder Mietserver sein. Gerade für kleinere Webprojekte und einfachere Corporate Websites reicht nämlich oft bereits ein angemessen dimensioniertes Webhosting völlig aus.

Mehr noch: Mittlerweile gibt es sogar speziell auf die hohen Last- und Performanceansprüche von E-Commerce-Projekten ausgelegte Hosting-Pakete, die bereits „von Haus aus“ die bestmögliche Leistung aus einem WordPress-Shop mit WooCommerce herausholen. Doch Vorsicht, denn damit ein WordPress-Hosting auch wirklich hält, was es verspricht, sollten Sie auf ein paar essentielle Eigenschaften bei der zugrundeliegenden Server- und Infrastruktur achten.

Neben serverseitigem Caching (Stichwort: OpCache) und einer entsprechenden Komprimierung, etwa mit deflate oder gZIP, gehören auch schnelles PHP ab Version 7.3 und die moderne Version des http-Protokolls (HTTPS/2) zur absoluten Minimalausstattung einer optimierten WordPress-Serverbasis. Das heißt im Umkehrschluss: Sollte auch nur ein einziger der genannten Punkte fehlen, lohnt es sich, noch einmal weiter zu schauen.

Grundlegende Performance- und SEO-Einstellungen in WordPress

Um alles aus Ihrer WordPress-Installation herauszuholen, sollten Sie neben der grundlegenden Serverwahl auch darauf achten, typische WordPress-„Performance-Killer“ zu vermeiden. Ganz oben auf der SEO-Fahndungsliste: zu große Bilder, Grafiken oder Videos, die beim Aufbau Ihrer Webseite geladen werden müssen – und dabei wertvolle Leistungsressourcen binden.

Glücklicherweise lässt sich das Dateigrößen-Problem in WordPress heute aber ganz einfach lösen. Vorausgesetzt, man weiß, dass es existiert – und wie man sich davon befreit. Der einfachste Weg: Komprimierungs-Plugins wie der EWWW Image Optimizer. Einmal installiert sorgt dieser (und ähnliche Lösungen) in WordPress dafür, dass auch große Bild- und Grafikdateien nicht zu den gefürchteten Performance- und PageSpeed-Fressern werden – und das vollautomatisch im Hintergrund.

Empfehlenswert ist zudem eine Erweiterung, die das Laden von Inhalten erst dann zulässt, wenn diese tatsächlich ins Sichtfeld Ihrer Website-Besucher geraten. Denn dann stellen auch beim Google SpeedTest die meisten Grafik- und Bildinhalte kein Problem mehr dar. Suchen Sie dazu in der WordPress-Plugin-Bibliothek am besten direkt nach Lazy Loading und wählen Sie eines der verfügbaren Plugins aus. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass das Plugin Ihrer Wahl als „getestet mit der verwendeten WordPress-Version“ angezeigt wird.

Auch noch sinnvoll: Optimierungs-Plugins wie Autoptimize oder W3 Total Cache. Denn damit lassen sich nicht nur Codebestandteile und Dateien wie CSS, HTML und JavaScript verkleinern und zusammenführen. Mit den leistungsfähigen Plugins können Sie optional auch noch ein zusätzliches Browser-Caching aktivieren – das Sie aber gar nicht brauchen, wenn Sie sich an die zuvor genannte Mindestanforderungs-Liste für Ihr WordPress-Webhosting gehalten haben. Denn in diesem Fall ist das optimale Caching bereits serverseitig aktiviert.

Wenn Sie nun auch noch ein sogenanntes Content-Delivery-Netzwerks (CDN) verwenden, steht optimalen Performancewerten systemseitig eigentlich nichts mehr im Wege. Warum Sie so etwas brauchen? Ganz einfach: Ist die Distanz zwischen dem Ort, an dem sich ein Webseitenbesucher befindet und dem Standort Ihres Webservers sehr groß, bleiben zahlreiche Millisekunden an Ladezeit sprichwörtlich bei jedem Seitenaufbau „auf der Strecke“. Ein CDN lässt räumliche Distanzen dagegen so sehr zusammenschrumpfen, dass es keine negativen Auswirkungen mehr auf Ihre Webseitenperformance gibt.

Content-Optimierung macht den SEO-Unterschied

Über die grundlegenden technischen Einstellungen auf Server- und WordPress-Ebene hinaus sollten Sie nie den eigentlichen „King“ auf Ihrer Webseite vernachlässigen: den Content! Denn was bringt die beste Webseitenperformance, wenn sich niemand dorthin verirrt?

Glücklicherweise gibt es aber auch hierfür mittlerweile ein paar sinnvolle Erweiterungen und Textoptimierungs-Werkzeuge. Besonders beliebt: SEO-Plugins wie Yoast oder All-in-One SEO (AIOS). Mit deren Hilfe erstellen auch SEO-Laien im Handumdrehen Webseitexte, Produktbeschreibungen und Blogbeiträge, die nicht nur tollen Inhalt bieten, sondern auch von Google & Co. gefunden werden.

Marc Hillebrand ist Senior Product Marketing Manager bei DomainFactory.

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