Globaler digitaler Handel braucht Barcode-Etiketten, aber:Das Etikettenmanagement gehört in die Cloud verlagert

15. Juli 2020

Unternehmen, die Waren produzieren und versenden, müssen diese auch etikettieren. Mit zentralisierten, digitalen Cloud-Lösungen sparen sie dabei Zeit und Geld und optimieren außerdem ihre Lieferkette.

Die Corona-Pandemie hat den stationären Handel mit aller Härte getroffen. Doch auch wenn einige Läden wieder geöffnet haben, so kann niemand genau sagen, wie lange noch. Viele Kunden nutzen deshalb vermehrt den Online-Handel. Bietet er doch das, was der lokale Handel zurzeit nicht oder nur sehr unzuverlässig erfüllen kann: stabile und funktionierende Lieferketten.

Anzeige
banner digitaler arbeitplatz jetzt v

Doch dazu benötigen Unternehmen geeignetes Equipment, das den gesamten Prozess vom Versand beim Hersteller oder Händler bis zur Abgabe der Ware beim Empfänger effizient und zuverlässig unterstützt. Etikettenmanagement ist ein wichtiger Teil der Lieferkette, denn ohne eine funktionierende Barcode-Etikettierung liefe im globalen digitalen Handel so gut wie gar nichts.

Die meisten Fabriken und Distributionszentren stellen heute ihre eigenen Etiketten für den Versand, die Bestandskontrolle und andere Prozesse her. Dabei verfügt teilweise jede Abteilung über eine eigene Etikettiersoftware und eine Vielzahl von verschiedenen Etikettendruckern. Dies kann dazu führen, dass innerhalb eines Unternehmens unterschiedliche, zum Teil inkonsistente Etikettenlösungen genutzt werden, sodass die mit einem solchen System verbundenen Kosten oft höher sind, als vielen Unternehmen bewusst ist.

Cloud-basierte Etikettenmanagementsysteme lösen diese Probleme, indem sie den gesamten Prozess vom Design über den Druck bis hin zur Verwaltung digitalisieren. Dies bietet die Möglichkeit, Etikettierprozesse zu zentralisieren und standortübergreifend zu verwalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Etiketten in der lokalen Fabrik oder einem weitab gelegenen Distributionszentrum benötigt werden – denn sie werden über einen Browser zentral erstellt, geändert oder aktualisiert und können von allen Beteiligten von überall aufgerufen und gedruckt werden.

Ein modernisiertes, zentralisiertes Kennzeichnungssystem kann Agilität und Qualität verbessern, Kosten senken und fördert die Zusammenarbeit in der Lieferkette innerhalb einer Organisation. So ein System eignet sich sicher nicht für alle Unternehmen, doch eine Reihe von Gründen spricht dafür, sich in Zeiten der Pandemie für die digitale Transformation des Etikettenmanagements zu entscheiden.

  • Mehr Agilität: Eine Cloud-basierte Etikettenmanagementlösung kann viele der Prozesse digitalisieren und automatisieren und stellt so sicher, dass Benutzer auch ohne Vorkenntnisse im Barcoding-Bereich oder Designerschulungen das System schnell nutzen und professionelle Etiketten produzieren können. Unabhängig davon, ob die Mitarbeiter in den Bereichen Versand, Produktion, Qualitätssicherung, Marketing oder anderen Abteilungen tätig sind, können sie ohne Unterstützung der IT-Abteilung Etiketten nach Bedarf auf jedem an ihrem Standort verfügbaren Drucker konsistent drucken.
  • Höhere Qualität: Zentralisierte Lösungen ermöglichen konsistente Etiketten – unabhängig davon, an welchem Standort oder durch welche Abteilung sie erstellt wurden. Vor allem Kunden profitieren von einer stringenten Formatierung und Qualität. Die zentrale Speicherung von nur einer Version jeder Vorlage gewährleistet außerdem die ordnungsgemäße Integration in das MES- oder ERP-System und reduziert das Risiko von menschlichem Versagen.
  • Weniger Fehler: Es kommt nicht selten vor, dass Unternehmen mehrere individuelle Etikettendateien – einschließlich vieler Duplikate – in ihrer Organisation verteilen, um denselben Kunden zu bedienen. Eine zentralisierte Lösung eliminiert doppelte Dateien, sodass Unternehmen die mit der Pflege verbundenen Kosten sparen. Dadurch verringert sich nicht nur die Gefahr einer Fehletikettierung, sondern es werden auch die Kosten damit einhergehender Rückrufe vermieden.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Die zentrale Steuerung ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit mit Partnern. Da Etiketten einfach zu erstellen und zu teilen sind, können Unternehmen Lieferanten empfehlen, ein standardisiertes Etikettenformat zu verwenden, das über ein Cloud-basiertes Etikettenmanagementsystem gemeinsam genutzt wird. Die Förderung der Konsistenz in der Lieferkette trägt auch dazu bei, Produktfälschungen und -umlenkungen zu verhindern.
  • Reduzierte Kosten: Viele Kosten im Etikettenmanagement entstehen durch Druckfehler, Fehletikettierungen oder auch durch damit verbundene Produktrückrufe oder Bußgelder. Weitere Kosten, die berücksichtigt werden sollten, sind Arbeits- und Schulungskosten. Durch Automatisierung und Integration des Etikettenmanagements in bestehende Unternehmensprozesse lassen sich diese Kosten auf ein Minimum reduzieren.

Vor allem große Unternehmen mit mehreren Standorten werden auf Dauer nicht um die Anschaffung einer Cloud-basierten Etikettierlösung herumkommen. Die aktuelle Pandemie wird für viele Firmen ein Anlass sein, sich mit der Digitalisierung ihrer Etikettierungsprozesse ernsthaft auseinander zu setzen. Auch in Zeiten, in denen die Menschen zuhause bleiben müssen, laufen die Geschäfte weiter.

Nigel Street ist Sales Director bei NiceLabel

NiceLabel

Lesen Sie auch