Unternehmen setzen verstärkt auf GenAI – doch Sicherheitsgrundlagen fehlenRobuste Sicherheitsgrundlagen sind der Schlüssel zur Skalierung von Enterprise AI

24. März 2026

Während mehr als die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) generative KI bereits vollständig oder teilweise einsetzt, halten Sicherheit und Governance damit nicht Schritt. Zu diesen Erkenntnissen kommt der Report „Managing Risks and Optimizing the Value of AI, GenAI & Agentic AI“, der von Opentext gemeinsam mit dem Ponemon Institute erstellt wurde.

Bei KI-Reife geht es nicht nur um die Einführung von Tools, sondern darum, sie verantwortungsbewusst einzusetzen. Sicherheit und Governance sind die Grundlage, um echten Mehrwert aus KI zu ziehen. Wenn sie von Anfang an integriert sind, können Unternehmen transparenter arbeiten, Systeme kontinuierlich überwachen und den Ergebnissen vertrauen.

Doch viele Unternehmen führen KI voreilig ein, ohne zuvor die notwendigen Grundlagen für Sicherheit und Governance zu schaffen. Nur jedes fünfte Unternehmen erreicht einen hohen Reifegrad beim Einsatz von KI – also eine vollständige Nutzung im Bereich der Cyber-Sicherheit, inklusive Risikobewertung.

Weniger als die Hälfte (43 Prozent) verfolgt eine risikobasierte Strategie zur Steuerung von KI-Systemen. Mit zunehmender Autonomie und Integration in kritische Geschäftsprozesse wird es entscheidend, diese Lücke zu schließen. Nur so lassen sich Vertrauen, Compliance und nachhaltiger Geschäftswert sicherstellen.

Die Umfrage zeigt erhebliche Diskrepanzen zwischen dem Tempo der KI-Einführung und den Maßnahmen, die für eine sichere Nutzung erforderlich sind:

  • 79 Prozent der Unternehmen haben noch keinen vollständigen KI-Reifegrad in der Cyber-Sicherheit erreicht.
  • Nur 41 Prozent verfügen über spezifische Datenschutzrichtlinien für KI.
  • 62 Prozent sagen, dass es schwierig ist, Risiken durch Modellfehler und Verzerrungen zu minimieren.
  • Weniger als die Hälfte (43 Prozent) verfolgt eine risikobasierte Governance für KI.

Als weitere Herausforderungen gelten laut Studie:

  • 58 Prozent halten es für sehr schwierig, Risiken durch Eingaben (z. B. irreführende oder schädliche Antworten) zu reduzieren.
  • 56 Prozent berichten von Problemen im Umgang mit Nutzerverhalten, etwa bei der unbeabsichtigten Verbreitung von Fehlinformationen.
  • 59 Prozent sagen, dass KI die Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben erschwert – dennoch haben nur 41 Prozent entsprechende Richtlinien.

Die Gewinner der nächsten KI-Phase werden diejenigen sein, die Transparenz und Kontrolle von Anfang an integrieren. Unternehmen brauchen sicheres Informationsmanagement als Basis – mit klaren Governance-Strukturen, Richtlinien und kontinuierlichem Monitoring. Ebenso wichtig ist es, KI von Beginn an mit den richtigen Daten, Sicherheitsmaßnahmen und Aufsicht zu kombinieren, damit Innovation verantwortungsvoll skalieren kann.

Methodik der Studie

Das Ponemon Institute befragte unabhängig 1.878 IT- und IT-Sicherheitsexperten weltweit – in Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik, Nahost, Afrika und Lateinamerika. Die Teilnehmer stammen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Technologie, Energie und Industrie. Die Erhebung fand im November 2025 statt.

Muhi Majzoub ist, EVP, Product & Engineering bei OpenText.

OpenText

Lesen Sie auch