Digitalisierung revolutioniert die Beschaffung

31. Juli 2017

Laut der Umfrage „Procurecon Europe 2017 Marktreport hat die Umsetzung automatisierter Beschaffungsprozesse für fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) eine hohe Priorität und auch fast alle anderen (48 Prozent) haben das Thema auf dem Radar. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen ebenfalls, dass sich die Beschaffungsfachleute auch mit neuen Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) befassen, um die Leistungsfähigkeit der Beschaffung weiter zu verbessern. Sie erwarten, dass Lösungen, die KI nutzen – wie zum Beispiel der geführte Kauf bei Amazon oder sprachgesteuerter Einkauf – ihren Abteilungen in zwei bis drei Jahren nützlich sein werden.

„Unternehmen und Organisationen kennen anscheinend die Marktveränderungen gut und konzentrieren sich darauf, nichts zu verpassen – aber sie sind enorm herausgefordert mit dem Tempo der Veränderungen Schritt zu halten. Sie ringen buchstäblich darum, nicht nur wettbewerbsfähig, sondern auch regelkonform zu bleiben“, so kommentiert Patrik Sallner, CEO, Opuscapita den Procurecon Marktreport.

Anzeige
cs espresso series

Ein weiterer wichtiger Trend der Umfrage ist die engere Zusammenarbeit zwischen Beschaffung und Finanzen. Die Mehrheit der Befragten sieht Source-to-Pay als einen gemeinsamen Prozess an und arbeitet entweder eng mit den Kollegen in der Finanzabteilung zusammen oder ist sogar vollständig von Beschaffung und Einkauf bis zur Rechnungsabwicklung und Zahlung integriert.

Laut der Umfrageergebnisse sieht die Mehrheit – fast 70 Prozent – der Beschaffungsexperten die „Supply Chain Finance“ (SCF) als wichtig bis sehr wichtig für ihr Geschäft an, was auf einen zunehmenden Trend zur Finanzierung von Forderungen hindeutet. Fast ein Drittel der Befragten, die SCF verwendet hatten, gaben an, dass sie von speziellen Kundenprogrammen anstatt von Banken finanziert werden.

Neben den neuen disruptiven Technologien sind die Organisationen gezwungen, sowohl neue Anforderungen als auch neue Chancen zu berücksichtigen. Diese entstehen durch neue Gesetze wie Peppol im Business-to-Government (B2G) E-Invoicing und E-Procurement sowie die neue Zahlungsdienstleistungsrichtlinie PSD2. Die Tatsache, dass nach den Daten des Procurecon Marktreports 42 Prozent der Organisationen darum ringen, die bevorstehende EU-Richtlinie für die elektronische Rechnungsstellung im Business-to-Government-Handel zu erfüllen, unterstreicht die Rolle der Dienstleister.

Im Rahmen des Procurecon Europe 2017 Marktreports – „An Automated Future“, den OpusCapita als Partner unterstützt hat, wurden 100 hochrangige Procurement-Profis wie CPOs, Heads of Procurement und VPs Global Sourcing der größten europäischen Unternehmen zu ihren aktuellen Erkenntnissen befragt. (rhh)

Hier geht es zu OpusCapita

Lesen Sie auch