Workiva Studie für 2026: Fragmentierte Datenbestände als GeschäftsrisikoDatenvalidierung und -Governance haben oberste Priorität
3. März 2026
Seit Jahren werden Führungskräfte gewarnt, dass mangelhafte Datenqualität früher oder später zu kritischen Problemen führen wird. Mit dem Aufstieg von KI ist die Bewältigung dieser Herausforderung wichtiger denn je. Der neu veröffentlichte Workiva Benchmark Survey Report 2026 spiegelt diese Herausforderungen wider. Er basiert auf den Antworten von Führungskräften und Experten aus den Bereichen Finanzen und Rechnungswesen, Nachhaltigkeit, interne Revision, operative Abteilungen sowie Rechtsabteilungen globaler Unternehmen.
Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten aus Deutschland gaben an, dass die Automatisierung der Datenerfassung und -validierung ihr wichtigstes Projekt zur digitalen Transformation für 2026 ist, gefolgt von der Stärkung der Daten-Governance über alle Teams hinweg (27 Prozent). Bemerkenswert ist, dass die meisten Unternehmen diesen Wandel mittlerweile mit IT-Unterstützung (79 Prozent) und dedizierten Budgets (61 Prozent) finanzieren.
Während die KI-Adoption bei 92 Prozent der deutschen Finanzentscheider bereits zu zeitnahen, strategischen Entscheidungen führt, bleibt die fragmentierte Datenlage ein Risiko: 98 Prozent der Befragten aus Deutschland sehen durch mangelhafte Daten konkrete Gefahren für ihr Unternehmen, wobei 27 Prozent den drohenden Verlust an Glaubwürdigkeit bei Investoren als das kritischste Risiko einstufen.
Ohne eine einheitliche Datensicht verfügen Führungskräfte und Anwender nicht über alle relevanten Erkenntnisse, um strategische Geschäftsentscheidungen zu treffen. Schlimmer noch: Sie können den Informationen, die die KI speisen, nicht immer vertrauen. Tatsächlich glauben 57 Prozent der Befragten aus Deutschland, dass Datenprobleme sie daran hindern, strategischen Einfluss auf ihr Unternehmen auszuüben – sei es durch fehlende Echtzeitdaten (28 Prozent) oder eingeschränkten Zugriff auf Daten anderer Abteilungen (29 Prozent).
Folglich entgehen ihnen nicht nur die Vorteile von KI, sondern sie laufen auch Gefahr, negativ beeinflusst zu werden: Mangelhafte Finanz- und Nichtfinanzdaten können zu verpassten Chancen, Fehlentscheidungen oder Verzögerungen im operativen Geschäft sowie potenziellen Bußgeldern oder sogar rechtlichen Schritten führen.
Die Transformation zur zentralen Datenquelle als strategische Notwendigkeit
Um effektiv zu führen, muss die Führungsebene den Übergang zu einer zentralen Datenquelle vorantreiben. Dies ist kein Projekt für den Backoffice-Bereich, sondern eine strategische Notwendigkeit: Führungskräfte müssen sich umgehend auf einheitliche Datensätze und Berichtsstandards einigen, um zukünftige Herausforderungen zu antizipieren und proaktiv Strategieberatung zu leisten.
Erfolgreiche Führungskräfte konzentrieren sich auf die Grundlagen. Sie investieren beispielsweise in Datenqualität und -Governance und integrieren gleichzeitig Finanzen, Technologie und Nachhaltigkeit. (rhh)