Cloud: Spagat zwischen Sicherheit und Innovation

24. Juli 2019

Daten befeuern Innovationen in Unternehmen: Informationen werden intelligent ausgewertet und in neues Wissen verwandelt, daraus entstehen Produkte, Lösungen und Dienste. Das funktioniert aber nur, wenn die migrierten Daten in hoher Qualität vorliegen und Betriebe sie schnell und bequem nutzen können. Weitere Voraussetzung: die Nutzung von Cloud-Diensten, denn nur sie ermöglichen die digitale Transformation. Nur mit ihrer Hilfe können Daten schnell verarbeitet und bereitgestellt werden. Ohne Cloud-Nutzung wird kaum ein Unternehmen fit für die digitale Zukunft sein. Das hat zusätzliche Vorteile: Prozesse werden effizienter und agiler, die Kosten sinken.

Wenn Unternehmen darauf verzichten, riskieren sie, ihr Geschäft auszubremsen und Marktanteile zu verlieren. Für viele deutsche Unternehmen ist das inzwischen selbstverständlich: 73 Prozent nutzen bereits Cloud-Computing, so der „Cloud-Monitor 2019“ von KPMG und Bitkom. Andererseits steigt durch den Einsatz der Cloud die Gefahr von Datenlecks. Unternehmen wissen womöglich nicht immer im Detail, wo sich welche Informationen befinden, auf eigenen Systemen oder in der Cloud, und wo dort genau. Sensible Informationen können in falsche Hände geraten oder versehentlich öffentlich gemacht werden. Das ist ein großes Sicherheitsrisiko, erst recht, weil bis zu 90 Prozent aller Test- und Entwicklungsdaten immer noch nicht-anonymisiert auf Unternehmenssystemen gespeichert werden.

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Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die Datensicherheit: Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass sensible Informationen wie etwa personenbezogene Daten in Einklang mit Datenschutzregelungen und Compliance-Vorgaben verarbeitet werden müssen. Bei Verstößen drohen hohe Strafen, die Bußgelder können sich auf bis zu vier Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes belaufen.

Umso alarmierender, dass 40 Prozent der Firmen, die auf die Cloud setzen, dafür keine Sicherheitsmaßnahmen definiert haben, wie der „Cloud-Monitor 2019“ feststellt. Weder sie noch die Unternehmen, die ganz auf die Cloud verzichten, schaffen den Spagat zwischen einer einerseits sicheren und andererseits schnellen Bereitstellung von Produktivdaten.

Das Dilemma könnten die Unternehmen lösen, wenn sie die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen, ohne gleichzeitig den Datenfluss zu drosseln – wenn sie also eine Balance finden zwischen hohem Entwicklungstempo und Datensicherheit. Dazu ist ein automatisches Management der Informationen in der Cloud unabdingbar. Denn sonst können Unternehmen in der Flut ihrer gesammelten Daten untergehen, weil sie den Überblick verlieren.

Schlüsselrolle für die Strategie

Aber wie kann das funktionieren? Der Schlüssel ist eine effektive Datenstrategie, die die Reise in die und durch die Cloud begleitet – und sie gleichzeitig beschleunigt. Zentral ist dabei eine DataOps-Plattform wie die von Delphix. Sie bestimmt, wie Daten in der Cloud bereitgestellt, erreicht und kontrolliert werden:

  • Die DataOps-Plattform erstellt eine virtuelle Kopie der Produktivdaten. Diese ist die Basis für die Bereitstellung der Daten in verschiedenen Entwicklungs- und Testumgebungen in der Cloud. Backups oder Wiederherstellungen von Daten sind unnötig.
  • Unternehmen können mit den Daten arbeiten, wann, wo und wie sie wollen. Sie greifen auf sichere Kopien von Daten auch aus verschiedenen Quellen zu, die entweder in der Cloud oder lokal gespeichert sind.
  • Mithilfe von Datenmaskierung werden sensible und personenbezogene Informationen so anonymisiert, dass Personen nicht identifiziert werden können. Gleichzeitig bleiben aber nützliche Korrelationen in den Daten für Entwicklung und Tests erhalten. Die sonst üblichen zeit- und kostenaufwändigen Prozesse zum Maskieren sensibler Informationen fallen weg. So wird auch die Einhaltung der DSGVO-Regelungen gewährleistet. (rhh)

Delphix

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