Vorteile, Potenziale & Möglichkeiten einer Migration SAP S/4HANA – Wie sieht Ihr Fahrplan aus?

10. März 2018

Wir stehen am Rande einer technischen Revolution: Der digitale Wandel, der Einzug des Internets der Dinge oder Industrie 4.0 werden die Art, wie wir in Zukunft arbeiten, grundlegend verändern. Die digitale Transformation und der sich verschärfende Wettbewerb fordern von Unternehmen nicht nur ihre Geschäftsprozesse durch Digitalisierung zu optimieren, sondern sie geben auch den Anstoß, neue Business-Modelle zu entwickeln. In diesem Kontext stehen viele Unternehmen vor dem Umstieg in die Echtzeitwelt – auf der Basis von SAP HANA bzw. SAP S/4HANA.

Datenmengen steigen

Aufgrund der Digitalisierung fallen in einem Unternehmensverbund immer größere Datenmengen an, die immer schneller und zielgerichteter analysiert werden müssen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Klingt nach Zukunftsmusik – ist es aber längst nicht mehr. SAP S/4HANA ermöglicht einen völlig neuen Umgang mit Big Data und versetzt einen in die Lage, riesige Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten und zu analysieren. Mit einem umfassenden Blick auf Ihr Unternehmen treffen die Entscheider in den Unternehmen die richtigen Entscheidungen und erkennen Chancen, Trends und Risiken frühzeitig.

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Zunächst sollte man aber die Potenziale für sein eigenes Unternehmen kennen und über einen fest definierten Fahrplan für die Einführung von S/4HANAverfügen. Doch viele Organisationen fehlen diese Kenntnisse: Laut PAC-Studie zur Relevanz von S/4HANA für SAP-Kunden haben erst wenige Unternehmen ihre vorhandene Datenbank auf die In-Memory-Plattform SAP HANA umgestellt. Der überwiegende Teil setzt derzeit noch auf relationale Datenbanktechnologien. 62 Prozent der Befragten sind jedoch überzeugt, früher oder später zu wechseln.

Vorteile sehen sie vor allem in puncto Performance-Steigerung und der Vorbereitung auf neue Herausforderungen wie Big Data oder Industrie 4.0. Weitere Pluspunkte sammelt die Business Suite S/4HANA im analytischen Bereich und im Bereich der Benutzerfreundlichkeit.

Schritt 1

Die Entscheidung, S/4HANA im eigenen Unternehmen einzuführen, ist von großer Tragweite und bedeutet in der Regel die Umstellung etablierter Prozesse und Organisationen. Es bedarf unter anderem einer unternehmens- und prozessübergreifenden Analyse und Bewertung der Einsatzpotenziale. Im Wesentlichen sollten man sich bei der strategischen Begutachtung auf die folgenden drei Blöcke konzentrieren:

Analyse und Bewertung der Unternehmensprozesse mit Fokus auf Kosten-, Qualitäts-, Zeittreibern, auf die Relevanz der Prozesse für S/4HANA, auf die Geschäftsumfeld- & Strategieanalyse sowie die Verbesserungspotenziale.

Analyse der Systemlandschaft mit Fokus auf: die aktuelle SAP ERP RAM- & Datenbanknutzung, aktuelle SAP ERP Spitzen- & Durchschnittsbelastungen, Softwareversionen, Releases und Patch-Level, Hardwarekonstellationen (Server, Storage, Network) sowie 3rd Party Systeme.

Analyse des Coding und der Systemperformance mit Fokus auf: Z-Programme, die Datenbankprogrammierung, die Datenaggregierung und -redundanzen, Tabellen-Updates sowie die User Interfaces.

Fahrplan in Sicht

Wer sich Klarheit zu diesen Themen in seinem Unternehmen geschaffen hat, der ist seinem Fahrplan bereits ein gutes Stück nähergekommen. Er versetzt einen in die Lage, die konkreten Vorteile von S/4HANA besser einzuschätzen: damit erkennt man die größten Vorteile sowie die technischen Voraussetzungen, um die nächsten Schritte konkret planen zu können.

Als Hilfestellung steht die Studie „S/4HANA – Relevanz für SAP-Kunden, Erwartungen und Hindernisse“ kostenfrei zur Verfügung. Die Studie von Pierre Audoin Consultants (PAC) untersucht, welche Relevanz S/4HANA für deutsche Unternehmen hat, wie die Lösung eingesetzt wird und welche Betriebsmodelle in Frage kommen. Dabei fokussiert die Studie insbesondere die Herausforderungen und Strategien. (rhh)

Bernd Jaschinski-Schürmann

ist Head of Supply Chain Management Consulting bei Arvato Systems.

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