User Acceptance Testing kommt aus der CloudSchnellere HANA-Migration: Downtime verkürzen

24. Oktober 2018

Agile ERP-Systeme sind gefragt wie nie: SAP S/4 HANA gilt als das effizienteste ERP-System auf dem Markt. Diese SAP-Version führt die bisher vom Hauptsystem getrennten Anwendungen wie Kundenbetreuung, Logistik sowie Analyse wieder in das Rechenzentrum zurück. Daten können dadurch direkt verarbeitet und schneller ausgewertet werden. Bei der Migration auf diese neue Plattform spielt das UAT (User Acceptance Testing) eine wichtige Rolle.

Um die Business Suite nutzen zu können, müssen Firmen zunächst auf die SAP HANA-Datenbank umstellen. Diese ermöglicht der IT, die Agilität des Systems zu erhöhen. Eine Umstellung ist allerdings erst ab Version EHP 6 möglich. Sind in Unternehmen noch ältere Versionen im Umlauf, ist ein Upgrade auf ECC 6.0 EHP 7 zu empfehlen. Vor und während der Migration können folgende Herausforderungen entstehen:

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  • Businessplan für die Migration: IT-Verantwortliche, die einen Umstieg auf SAP HANA planen, benötigen einen Businessplan, um die Investition zu rechtfertigen. Die Herausforderung: Bei einem neuen System fällt das Schätzen von Return on Investment (ROI) und Projektumfang schwer und die Gefahr besteht, sich zu verkalkulieren.
  • Fehlende Expertise bei der Umstellung auf Unicode: SAP HANA unterstützt statt einzelnen Sprachcodes nur noch Unicode. Darin sind alle bekannten Schriftkulturen und Zeichensysteme als digitaler Code festgelegt. Das ist für Unternehmen ein Problem, die auf ihrem alten System einzelne Codesprachen genutzt haben. Unicode-Umstellungen sind aufwendig, wenn Firmen eigene Schnittstellen und Programme entwickelt haben. Die Anpassungen für die Umstellung sollten deshalb vorab getestet werden, doch vielen Mitarbeitern fehlt es an Expertise, um das Coding zu ändern. Im schlimmsten Fall übersehen sie Fehler und es kommt zu einem Systemstillstand.
  • Lange Downtimes und Systemfehler: Bei einer Datenbankmigration werden im ersten Schritt die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Systeme auf die Migration vorzubereiten. Das passiert parallel zum Betrieb. Während der anschließenden Umstellung auf die neue Datenbank sind die Systeme nicht für Anwender zu erreichen und befinden sich damit in der Downtime. Wichtig ist, die Downtime so kurz wie möglich zu halten, damit keine zu hohen Kosten entstehen. Bei manuellen Vorab-Tests bleiben Systemfehler allerdings häufig unbemerkt oder werden zu spät erkannt. Das Go-Live des Systems verzögert sich.

Go-Live zur richtigen Zeit

Für eine erfolgreiche Migration müssen Fehler durch regelmäßiges und gezieltes Testen ausgeschlossen werden. Dank geeigneter Tools weiß der Migrations-Verantwortliche genau, welche Bereiche im System getestet werden müssen und kann frühzeitig bestimmen, ob Änderungen übernommen und produktiv gestellt werden können. So kann das System zum anvisierten Zeitpunkt live gehen.

Unternehmen benötigen zudem ein umfangreiches Testmanagement, um eine erfolgreiche Migration auf die SAP HANA-Datenbank sicherzustellen. Dabei sollte man durch geeignete Tools frühzeitig potenzielle Probleme bei der Umstellung des Systems erkennen. Auf diese Weise lassen sich Schwachstellen beheben und unnötig lange Downtimes vermeiden. (rhh)

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