Anwendungen für alles und neue GeschäftsmöglichkeitenWichtige ERP-Trends für KMUs in 2020

11. Dezember 2019

Applifizierung und ERP, Smart Services und ERP sowie Data-Mining und ERP, all diese Entwicklungen dürfen kleine und mittelständische Unternehmen im Jahr 2020 nicht verpassen.

Die Kombination aus Applifizierung und ERP soll zu „Anwendungen für alles“ führen. Denn ein Blick auf das Handy zeigt: Benutzer haben heutzutage fast für jeden Anwendungsfall eine App. Ob Messaging, Online-Magazine oder Fitnesstracker – digitale Alltagshelfer gibt es genügend. Von diesem App-Ansatz kann auch das ERP-System profitieren. Zum Beispiel lassen sich bestimmte Geschäftsprozesse, die fixer Bestandteil einer Software sind, als eine extra dafür entwickelte Anwendung nutzen.

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Szenarien dafür gibt es viele. Zum Beispiel kann die Inventur als eine separate App aufgesetzt werden. Diese ist dann über das Scan-Gerät abrufbar. Alle Daten werden in der Anwendung erfasst und idealerweise in Echtzeit an das ERP-System geschickt. Auch die Erfassung von Kundendaten oder Aufträgen sowie die Planung von Außendienstrouten lassen sich einfach in eine App auslagern.

Smart Services und ERP

Neue Geschäftsmöglichkeiten für alle verspricht das enge Zusammenspiel von Smart Services mit dem ERP-System. Die Potenziale der Digitalisierung gelten bei weitem als noch nicht ausgeschöpft. Die Smart Services bieten quasi unendliche Möglichkeiten. Als eine digitale Dienstleistung verstanden, sammelt und analysieren sie auf Basis vernetzter, intelligenter, technischer Systeme und Plattformen viele Daten. Die gewonnen Informationen können dann über digitale Marktplätze und Schnittstellen wie dem ERP-System vermarktet werden.

Zum Beispiel könnte ein Werkzeughersteller die Chancen von Industrial Internet of Things erkennen und seine Produktion um Dienstleistungsgeschäft erweitern wollen. Dazu stattet er seine Werkzeuge mit Sensoren aus, die den Abnutzungsgrad in Echtzeit messen und die Werte an das ERP-System senden. Ist der Zustand kritisch, wird er in Form eines Tickets an das Service-Team geschickt. Dort angekommen, prüft der Support erneut den Wert, sendet eine Warnung an den Kunden und vereinbart einen Termin – vollautomatisch.

Mehr Prognosen für alle

Wie gelingt es heute kleinen und mittelständischen Unternehmen, Trends zu erkennen, Ergebnisse vorherzusagen, Kundenverlust zu verhindern und Preise dynamisch anzupassen? Eine Antwort darauf ist das Data-Mining. Hierbei werden die Daten im ERP-System mit unterschiedlichen statistischen Methoden analysiert, um belastbare und gewinnbringende Prognosen zu entwickeln.

Das geschieht vollautomatisch und funktioniert umso besser, desto mehr Informationen ein Unternehmen über zum Beispiel das Kaufverhalten seiner Kunden gesammelt hat – natürlich immer im Rahmen der europäischen Datenschutzgrundverordnung.

Ein Unternehmen möchte beispielsweise wissen, wie sich der Umsatz im Sommer 2020 entwickelt. Durch die eingespeisten Daten der letzten Jahrzehnte ermittelt das System eine Prognose. An diesem Wert lässt sich zum Beispiel ablesen, ob es noch eine Marketingaktion braucht, die bereits im Frühjahr entwickelt werden kann. Das spart Zeit und entlastet die Mitarbeiter. Gleiches gilt für die Entwicklung von Nachfragen: Zeigt sich, dass die Absatzzahlen für ein Produkt seit Jahren sinken, ist das ein wichtiges Signal für die Produktabteilung, die sich zusammen mit dem Marketing rechtzeitig eine neue Strategie überlegen kann. (rhh)

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